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NieR-Chroniken 29 — Devola und Popola öffnen den Turm

Kapitel dieser Geschichte
  1. Devola und Popola öffnen den Turm: Zwei Schwestern tragen fremde Schuld
  2. 1. Auch diejenigen, die ihn reparierten, hatten eigene Arbeit
  3. 2. Trauern lernen auf dem Weg zu den Andenken
  4. 3. Der allein gebliebene Scanner 4S
  5. 4. Eine Tür, die auch drei Schlüssel nicht allein öffnen
  6. 5. Fremdes Versagen in ihren Erinnerungen
  7. 6. Worte der Sühne und die jetzigen Taten
  8. 7. Derselbe Eingang öffnet sich für A2
  9. Quellen und Umfang der Prüfung

Devola und Popola öffnen den Turm: Zwei Schwestern tragen fremde Schuld

Spoilerhinweis: Dieses Kapitel behandelt die späten optionalen Aufträge der Zwillinge, das Sammeln von Andenken, Kampf und Opfer am Turmeingang sowie ihre im Spiel lesbaren Erinnerungen. Automatas Devola und Popola sind andere Individuen als die beiden Aufseherinnen, die in Replicant im Schloss des Schattenfürsten standen.

Mit KI erstellte symbolische Illustration einer Erde ohne Menschen: zwei Androiden und eine kleine Maschine in einer verfallenen Stadt. Kein offizielles Spielbild und keine Rekonstruktion eines bestimmten Ereignisses.
Mit KI erstellte symbolische Illustration einer Erde ohne Menschen: zwei Androiden und eine kleine Maschine in einer verfallenen Stadt. Kein offizielles Spielbild und keine Rekonstruktion eines bestimmten Ereignisses.

1. Auch diejenigen, die ihn reparierten, hatten eigene Arbeit

Während 9S die drei Schlüssel beschafft, bleiben Devola und Popola an dem Ort, zu dem er zur Wartung zurückkehren kann. Zuerst gaben sie 2B einen Scanner, nach ihrem Tod versorgten sie den beschädigten 9S. Wer Replicants Aufseherinnen kennt, erinnert sich bei denselben Namen und Gesichtern vielleicht an früher. Deren damalige Handlungen gegen den Protagonisten können aber nicht direkt dem heutigen Paar zugeschrieben werden. Dies sind Androidinnen desselben Modells, die für eine andere Region zuständig waren.

Ihre optionalen Aufträge zeigen mehr von ihrer Stellung im Lager. Die erste Bitte verlangt fünf abgenutzte Schrauben, fünf kleine Zahnräder und ein Maschinenöl. Vorhandene Materialien können sofort übergeben werden; fehlen sie, müssen Maschinenteile und Maschinenöl in der verlassenen Fabrik beschafft werden. Danach werden fünf Wüstenrosen erbeten. Man sammelt sie auf dem schmalen Weg zwischen der Grube beim Wohnkomplex des ersten Adam-Kampfes und dem Wüsteneingang, durch Spalten mit fließendem Sand. Ist ein Auftrag beendet und andere Arbeit übernommen, folgt eine weitere Bitte. Sie haben nicht nur die Pflicht, fremde Körper zu reparieren. Auch sie brauchen Ressourcen für ihr Leben auf der Erde.

Schwierige und unangenehme Arbeiten fallen häufig an sie. Fragt man Anemone nach dem Grund, erfährt man, warum die Zwillinge nicht wie die anderen behandelt werden. Nach ihren gegenwärtigen Taten beurteilt versorgen sie Patienten und helfen dem Lager. Doch am Namen desselben Modells haftet das Stigma eines alten Fehlers, und auch die Alltagslasten treffen sie deshalb anders.

Nach der Übergabe der Wüstenrosen und Anemones Erklärung besucht man die beiden erneut und wird um fünf Einheiten Baumharz gebeten. Im markierten Waldgebiet erscheint auch eine starke Maschine des Monstertyps. Wer mit dem Material zurückkehrt, erhält Popolas aus Wüstenrosen hergestellten Alkohol und hört einen Scherz über den Ärger, wenn Popola und Alkohol zusammenkommen. Die Aufträge lassen auch persönliche Dinge und Charakterzüge erkennen. Hier sind Schwestern, die sich gegenseitig versorgen und weiter gescherzt und gelebt haben, statt bloß funktionale Helferinnen, die nur von Schuld reden und die Köpfe senken. Kennt man diese kleinen Begegnungen vor dem späteren Eingangskampf, wird deutlicher, wie viel Leben sie verlieren könnten, wenn sie Todesgefahr wählen.

2. Trauern lernen auf dem Weg zu den Andenken

In dieser Phase auf dem Weg zum Turm kann 9S den Auftrag eines weiteren Widerstandsmitglieds annehmen, vermisste Kameraden zu suchen. Zunächst wirkt es wie eine Suche nach dem Aufenthaltsort noch Lebender. Doch der erste in der überfluteten Stadt gefundene Kamerad ist bereits tot. Seine zurückgelassene Erkennungsmarke wird zu einem Gegenstand, der ihn mit jemandem verbindet, der sich erinnern kann.

Auch beim Vergnügungspark und der Fabrik findet er andere Körper und Marken. Ein Hinweis, dass der letzte noch leben könnte, führt in die Wüste. Doch nach dem Kampf gegen zwei große Panzer findet 9S auch dort einen gefallenen Körper. Die Suche endet nicht mit einer erfolgreichen Rettung von vier Personen ins Lager. Zurückbringen kann er Aufzeichnungen zur Bestätigung ihres Todes und Andenken, durch die man ihrer gedenken kann.

Der Auftraggeber nimmt die Marken an und trauert um die Kameraden. Das zeigt eine Lebenspraxis, in der Erinnern und Ehren möglich sind, auch wenn Körper fehlen. Für 9S endet es nicht bloß mit einer Belohnung für die Bearbeitung fremden Verlusts. Auch er hat jemanden verloren und diese Tatsache bisher in Rachehandlungen gedrängt. Zu sehen, wie jemand anderes tote Kameraden behandelt, lässt ihn über eine Handlung für seinen eigenen Verlust nachdenken.

Ist das unterirdische Blumenfeld durch Emils Mondtränen-Auftrag geöffnet, kann 9S dort 2B ehren. Er stellt eine mit ihr verbundene Waffe auf und schafft einen Ort ihrer Erinnerung. In den Raum, den Emil als Zuhause einer alten Freundin wiedererrichtet und geschützt hat, fügt ein anderer einen Platz für seine Gefährtin ein. Im Blumenfeld überlagert sich die Tatsache, dass jemandem schon vor dem Verständnis der riesigen Weltgeschichte eine Person kostbar war.

An 2Bs zurückgebliebener Flugeinheit in der überfluteten Stadt lässt sich auch ihre Sprachnachricht hören. Ihr Gefühl, die gemeinsame Zeit sei eine strahlende Erinnerung gewesen, und ihre 9S rufende Stimme erreichen ihn. Diese Aufnahme und die optionale Trauer im Andenkenauftrag sind keine Filmsequenzen, die in jedem Durchgang der Haupthandlung automatisch gleich aufeinanderfolgen. Wer sie sucht, erkennt aber, dass 9S nicht nur aus Wut besteht. Es gab auch die Möglichkeit, einen anderen Umgang mit Trauer zu versuchen.

3. Der allein gebliebene Scanner 4S

In der Bibliothek des Waldschlosses kann man einen weiteren YoRHa-Überlebenden, 4S, treffen. Als Scanner desselben Typs sammelt er selbst nach dem Verlust des Bunkers weiter Daten gegnerischer Einheiten. Die befehlende Truppe ist zusammengebrochen, doch er hält an seiner Arbeit fest. Allein kann er nicht genug Material beschaffen und bittet 9S um Hilfe.

Wer ihm Einheitsdaten bis zu 95 Prozent liefert, erfährt seine Schuldgefühle darüber, dass die Kameraden gestorben sind und nur er lebt. Nach dem mit Hilfe abgeschlossenen Auftrag sagt er 9S, nicht unter demselben Gefühl zusammenzubrechen. Er möchte ernsthaft überlegen, wie er nun weiterleben soll. Hier bleibt einem überlebenden Soldaten eine Frage jenseits der Rache am Turm. Das Treffen ist optional, weshalb 9S nicht in jedem Durchgang zwingend die ganze Antwort hört.

4. Eine Tür, die auch drei Schlüssel nicht allein öffnen

9S erreicht den Turm. Mit den Schlüsseln der Ressourcenrückgewinnungseinheiten öffnet er die umliegenden Kontrollpunkte und nähert sich dem zentralen Eingang. Doch als er vor der Tür zu hacken beginnt, strömen Maschinen heran. Wird sein Körper angegriffen, während er die Abwehr im System überwindet, kann er nicht fertig werden. Auch mit geistigen und kämpferischen Fähigkeiten kann er nicht beides im selben Moment vollständig leisten.

Da erscheinen Devola und Popola. Die beiden, die stets im Lager Ausrüstung und Wartung bereitstellten, kommen diesmal mit Schwertern nach draußen. Sie wollen die Feinde übernehmen, damit 9S weiterhackt. Er braucht jetzt keinen weiteren Ratschlag mit einer zusätzlichen Information und kein einzelnes Reparaturteil. Er braucht Körper, die Angriffe an seiner Stelle abfangen, während er sich nicht bewegen kann, und Zeit, in der die Feinde aufgehalten werden.

Die Schwestern kämpfen gemeinsam und verhindern das Näherkommen. Während 9S Barrieren im Datenraum durchbricht, werden draußen ihre Körper beschädigt. Die Entscheidung des Spielers, weiter zu hacken, beendet die Aufgabe nicht allein durch eine Vorführung eigener Fähigkeiten. Auch wenn das Bild zum Datenraum wechselt, läuft der Kampf dahinter weiter. Je länger die Türöffnung dauert, desto größer der Preis derer, die diese Zeit verschaffen.

Die Eingangsabwehr hält bis zuletzt stand. Popola greift direkt ins System ein und schafft eine Lücke für 9Ss Durchgang. Damit setzt sie ihren Körper tödlichen elektrischen Schäden aus. 9S erkennt die Gefahr, doch sie hört nicht auf. Warum sie und ihre Schwester so weit gekommen sind und dass sie diesmal nützlich sein wollen, wird mit der Handlung vermittelt. Devola hält die Gegner bis zum Schluss zurück und schickt 9S durch die offene Tür. Danach schließt der Eingang wieder. Auch der Körper Devolas, die Popola geschützt hat, bleibt draußen.

5. Fremdes Versagen in ihren Erinnerungen

Das um diese Zeit zugängliche Erinnerungsmaterial zeigt, warum die Schwestern so gelebt haben. Nach dem Zusammenbruch von Projekt Gestalt wurde das gesamte Modell Devola und Popola, das es verwaltete, gemeinsam verantwortlich gemacht. Das Versagen der im Schloss des Schattenfürsten gestorbenen Aufseherinnen der Replicant-Zeit fiel auch auf gleiche Modelle anderer Regionen zurück. Welches Individuum welche Entscheidung getroffen hatte, verschwand unter dem Stigma.

Viele desselben Modells wurden entsorgt und die verbliebenen Individuen verändert. Man brachte sie dazu, Schuld zu empfinden. Auch ohne klare Erinnerung an ein konkretes eigenes Vergehen verschwindet das Gefühl, falsch gehandelt zu haben, nicht. Erinnerungen, die ein vollständiges Wissen über die Ursachen nicht mehr zulassen, und fortlaufend zu empfindende Schuld bleiben im selben Körper.

So lebend erfuhren beide Ablehnung und Angriffe anderer Androiden. Eine zum Helfen geschaffene Funktion und die gemeinsame Androidenexistenz reichten nicht aus, um sich sicher derselben Gemeinschaft zugehörig zu fühlen. Jede Schwester wird fast die Einzige, auf die sich die andere emotional stützen kann. Wird eine verletzt, erfährt auch die andere eine Gefahr, als gerate ihre ganze Welt ins Wanken.

Diese Vergangenheit wird nicht präsentiert, um beide erneut als dieselben Täterinnen wie die ursprünglichen Aufseherinnen zu verurteilen. Sie zeigt, wie lange ein von persönlicher Verantwortung unabhängiges Stigma ein Leben beherrschen kann, wenn genau diese Unterscheidung zerfällt. Diejenigen, die angesichts des unumkehrbaren Verlusts der Menschheit Wut auf jemanden richteten, hinterließen eine fortdauernde Strafe, die Verantwortung und Namen nicht trennte.

6. Worte der Sühne und die jetzigen Taten

Die Schwestern verbinden ihre Taten mit Sühne. Sie wünschen, nützlich zu sein, und helfen diesmal jemandem voranzukommen. Darin liegen Spuren aufgezwungener Schuld. Leser müssen deshalb nicht hinnehmen, dass sie für ein fremdes Vergehen ihr Leben geben sollten. Dass sie solche Leben geführt haben, ist etwas anderes als das Urteil, ihr Opfer sei eine gerechte Strafe.

Gleichzeitig ist die Hilfe für 9S hier und jetzt wirklich ihre eigene Tat. Sie haben einen verletzten Körper gewartet, nötige Geräte gegeben und zuletzt mit Schwertern Feinde aufgehalten. Das alte Stigma macht nicht sämtliche jetzigen Handlungen bloß zum Anhang namenloser Schuld. Sie wollen einander schützen und jemand anderem einen Weg öffnen. Dadurch gelangt 9S ins Turminnere.

In Replicants Schloss des Schattenfürsten versperrten zwei gleichnamige Aufseherinnen dem Protagonisten den Weg. Ihr Schutz des Plans zur Wiederherstellung der Menschheit kollidierte mit einer Gruppe, die Familie zurückholen wollte; Schwestern und Gefährten starben. Am Eingang von Automatas Turm sichern zwei andere Schwestern einem Einzelnen den Rücken, statt ihn zu blockieren. Ähnliches Aussehen nimmt durch die jetzigen Entscheidungen anderer Individuen einen anderen Platz ein.

7. Derselbe Eingang öffnet sich für A2

Danach erreicht auch A2 den Turm. Die beschädigten Schwestern bleiben am Eingang. Sie erfährt, dass beide 9S hineingeschickt haben. Devola hält die gefallene Popola und sucht Bestätigung, ob sie hilfreich waren. Das fragt nicht nach dem Abschluss eines kleinen Teileauftrags. Es ist die Antwort auf die letzte Tat, die Wesen hören möchten, die so lange dazu gebracht wurden, ihre eigene Existenz als Fehler zu empfinden.

A2 vermittelt, dass ihre Hilfe angekommen ist, und geht hinein. Hinter einem Ablauf, der wirken könnte, als hätten beide Hauptfiguren aus eigener Kraft den Turm erreicht, sind andere Körper, die den Eingang öffneten und zurückblieben. Wunden und Ende der Schwestern hinterlassen auch in den späteren Schlüssen Spuren. Große Ereignisse wie der Einsturz des Turms oder die Abreise der Arche machen ihr Opfer nicht rückgängig.

Für 9S ist der Turm ein Weg zum Ziel seiner Rache, für A2 einer zur Antwort auf 2Bs Bitte und die Maschinendrohung. Auch bei unterschiedlichen Zielen liegt die Hilfe für das Betreten dieses Weges vor derselben Tür. Im Inneren begegnen sie Informationen, die die Grenze zwischen YoRHa und Maschinen umkehren, den Roten Mädchen und 2Bs wirklicher Rolle. Der Preis für diese Wahrheit wurde bereits vorher an anderen Körpern hinterlassen.

Quellen und Umfang der Prüfung

Diese Darstellung unterscheidet die Gegenwart und Erinnerungen der Zwillinge im Spiel, das Opfer am Turmeingang und die Trauer in optionalen Aufträgen. Beide Schwestern werden nicht als dieselben Individuen wie Replicants Aufseherinnen behandelt. Andenken, die Sprachaufnahme und das Gedenken im Blumenfeld sind gesonderte auffindbare Inhalte, kein zwingender Zeitplan für jeden Durchgang. Dies ist ein mit KI unterstützter redaktioneller Text; Originaldialoge, Liedtexte und Romanpassagen werden nicht wiedergegeben. Quellen geprüft: 2026-10-18.

NieR:Automata — Steam

Devola — NieR Wiki

Popola — NieR Wiki

Project Gestalt — NieR Wiki

Gathering Keepsakes — NieR Wiki

Popola’s Errand — NieR Wiki

The Twins’ Request — NieR Wiki

Reconnaissance Squad — NieR Wiki

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