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NieR-Chroniken 12 — Pascals Dorf und die Heimkehr der Kinder

Kapitel dieser Geschichte
  1. Pascals Dorf: Auch der Feind hatte ein Zuhause
  2. 1. Eine Führung mit weißer Fahne
  3. 2. Was nach der Trennung vom Netzwerk gelernt werden muss
  4. 3. Pascals Filter und Anemones Öl
  5. 4. Die kleine Schwester auf der Suche nach Ersatzteilen
  6. 5. Ein weggelaufenes Kind und die Grenzen mütterlichen Wissens
  7. 6. Wesen mit einem Ort der Rückkehr
  8. Quellen und Umfang der Prüfung

Pascals Dorf: Auch der Feind hatte ein Zuhause

Spoilerhinweis: Dieser Teil behandelt den ersten Besuch in Pascals Dorf, den Austausch mit dem Widerstand und Nebenaufgaben um Schwestern sowie ein davongelaufenes Kind. Diese Aufgaben sind keine feste Folge, die beim ersten Besuch vollständig erledigt wird. Insbesondere der Familienstreit wird erst nach dem späteren Vorfall in der Stadt verfügbar.

Mit KI erstellte symbolische Illustration einer Erde ohne Menschen: zwei Androiden und eine kleine Maschine in einer verfallenen Stadt. Kein offizielles Spielbild und keine Rekonstruktion eines bestimmten Ereignisses.
Mit KI erstellte symbolische Illustration einer Erde ohne Menschen: zwei Androiden und eine kleine Maschine in einer verfallenen Stadt. Kein offizielles Spielbild und keine Rekonstruktion eines bestimmten Ereignisses.

1. Eine Führung mit weißer Fahne

Als 2B und 9S den Vergnügungspark verlassen, erscheint eine Maschine vor ihnen. Anstatt anzugreifen, zeigt sie mit einer weißen Fahne friedliche Absichten und bietet den Weg in ihr Dorf an. Die beiden haben gerade gegen eine Sängerin gekämpft, die beschädigte Androidenkörper und selbst noch lebende, sterbende Individuen als Waffen benutzte. Das Angebot einer anderen Maschinenlebensform, sie sicher in eine Gemeinschaft zu führen, schließt unmittelbar an diese Erfahrung an. Sie müssen prüfen, welches Verhalten das Gegenüber tatsächlich wählt.

2B und 9S folgen der Führung. Am Ende des Weges liegen Häuser auf unterschiedlichen Höhen, Verbindungswege und Maschinen, die dort leben. Es ist ein anderes Bild als eine Militäranlage, die zentral Soldaten produziert und auf Befehl Offensiven vorbereitet. Die Bewohner sprechen einzeln, bitten um Hilfe und knüpfen Beziehungen. Sichtbar wird eine Gemeinschaft, die den Raum entsprechend ihren Körpern und ihrem Alltag nutzt, statt ein menschliches Dorf unterschiedslos zu kopieren.

Pascal, der Vertreter des Dorfes, heißt die Soldaten willkommen und erklärt seinen Friedenswunsch. Obwohl er selbst eine Maschinenlebensform ist, folgt er keinem Zwang, jede sichtbare YoRHa-Einheit anzugreifen. Die Bewohner wollten außerhalb des Krieges leben. Für 9S beweisen diese Worte noch nicht, dass jede Vorsicht fallen kann. Die beiden hören zu und sehen sich die Bewohner an, um den Anspruch selbst zu überprüfen.

Unter ihnen gibt es Kinder, Erwachsene und Beziehungen, die sie Familien nennen. Nicht alle teilen automatisch zur selben Zeit jeden Gedanken und führen eine einzige festgelegte Handlung aus, nur weil sie Maschinen sind. Jemand möchte etwas wissen; jemand sorgt sich um einen Nachbarn. Die Soldaten sind von einer Mission gegen Feinde aufgebrochen und im Alltag anderer Wesen angekommen, der auch während ihrer Abwesenheit weitergehen wird.

2. Was nach der Trennung vom Netzwerk gelernt werden muss

Pascal und die Bewohner wollen unabhängig und mit Abstand zum Maschinennetzwerk leben. Nicht am Krieg teilzunehmen bedeutet mehr als eine vorläufige Vereinbarung, heute nur die beiden anwesenden Androiden nicht anzugreifen. Es zeigt sich in Entscheidungen zur gegenseitigen Fürsorge, Beschaffung und Erhaltung der Gemeinschaft. Ihr Frieden versucht, Leben außerhalb des Kampfes aufzubauen; er beruht nicht auf völliger Unkenntnis von Kraft und Gefahr.

Wenn Wesen, die über ein Netzwerk Informationen teilten, getrennt leben, ändern sich auch die Bedingungen für das automatische Wissen um fremde Gedanken. Wer verstehen will, was ein Bewohner möchte oder warum jemand wütend ist, muss zuhören und Handlungen beobachten. Auch Streit zwischen Eltern und Kindern und Sorgen unter Schwestern entstehen in diesem Rahmen. Das Problem, einander nicht zu verstehen, erscheint zusammen mit Beziehungen, in denen Verständnis allmählich gelernt werden kann.

Pascal vermittelt den Kindern Kenntnisse und Verhaltensweisen, die Menschen hinterlassen haben, und hilft ihnen beim Zusammenleben. Sie werden nicht bloß als nächste Produktionsserie von Kampfwaffen in kleinen Körpern eingeführt. Sie spielen, äußern Bitten, werden geschützt und bilden Beziehungen im Dorf. Warum Pascal sie später beinahe unter Einsatz seines eigenen Körpers verteidigen will, wurzelt im jetzt sichtbaren Gemeinschaftsleben.

Die Entscheidung des Dorfes für Frieden garantiert jedoch nicht dasselbe Verhalten aller Maschinen ringsum. Draußen gibt es weiterhin Gegner der Soldaten und Gefahren für die Bewohner. Jemanden zu suchen und heimzubringen erfordert deshalb mehr als eine Wegbeschreibung. Die Rückkehrenden müssen auf diesem Weg auch geschützt werden.

3. Pascals Filter und Anemones Öl

Pascal stellt eine Bitte, die seine Worte in praktischen Austausch verwandeln kann: Ein Kraftstofffilter soll zu Anemone vom Widerstand gebracht werden. Für die beiden Soldaten ist der Gegenstand ein konkreter Vorschlag friedlichen Zusammenlebens von Maschinen und Androiden. Bauteile müssen nicht ausschließlich zur gegenseitigen Vernichtung dienen. Eine Beziehung kann auch entstehen, indem jemand erhält, was er zum weiteren Funktionieren und Leben braucht.

Als 2B und 9S mit dem Filter ins Lager zurückkehren, nimmt Anemone den Austausch an. Pascals Friedensgedanke wird nicht als etwas behandelt, von dem dort noch nie jemand gehört hätte. Zwischen Androiden auf der Erde und den Maschinen des Dorfes besteht bereits eine Grundlage für Handel und Kontakt. Die neu gelandeten YoRHa-Soldaten erfahren, dass Ortsansässige selbst innerhalb der großen Kategorie Feind unterschiedliche Beziehungen aufgebaut haben.

Anemone sendet zähflüssiges Öl als Gegengabe. Nun tragen die beiden Vorräte der Androidenseite zurück zu Pascal. Beim ersten Besuch folgten sie vorsichtig einer fremden Maschine. Jetzt gehen sie denselben Weg mit einem Gegenstand für diese Gemeinschaft. Im einfachen Hin und Zurück des Gütertauschs liegt eine Handlung, die anderen das Fortsetzen ihres Alltags ermöglicht.

Dafür müssen sie nicht bei jeder Reise den Umweg durch den Vergnügungspark nehmen. Schieben sie die Barrikade auf dem mit dem Dorfeingang verbundenen Weg beiseite, öffnet sich eine Abkürzung zu den Stadtruinen. Zunächst in ein scheinbar verstecktes Dorf geführt, sichern sie nun auch eine direkte Verbindung zum Lager. Pascals Vorschlag endet nicht in einem Dialogfenster, sondern hinterlässt eine tatsächlich begehbare Strecke zwischen Gemeinschaften.

Der Austausch begründet keinen umfassenden Friedensvertrag zwischen allen Androiden und allen Maschinen. Trotzdem ist er eine gegenwärtige Beziehung, die 2B und 9S selbst bestätigen. Diese kleine Erfahrung macht es schwieriger, YoRHa-Befehle und irdische Wirklichkeit uneingeschränkt gleichzusetzen. Sie haben Pascal gehört, die Bewohner gesehen und Anemones Annahme des Gegenstands beobachtet. Dieses Wissen sammelt sich bei beiden an.

Nach der Übergabe des Öls kommt ein dringender Anruf der Operatorin: Riesige Maschinenlebensformen sind in den Stadtruinen aufgetaucht. Gerade haben die Soldaten Filter und Öl ausgetauscht und das Leben der anderen kennengelernt, da kehren Kampfbefehle zurück. Das nächste Ziel der Haupthandlung ist der Angriffsort. Die folgenden Schwestern- und Familiengeschichten schildern optionale Aufgaben aus den Dorfbesuchen dieser Zeit jeweils mit ihrem eigenen Ablauf.

4. Die kleine Schwester auf der Suche nach Ersatzteilen

Im unteren Dorfbereich kann eine ältere Schwestermaschine mit blauem Band um die Suche nach ihrer jüngeren Schwester bitten. Diese ging fort, um Teile für die Reparatur der älteren zu finden, und kehrte nicht zurück. Ihre Beziehung erscheint nicht als Befehl und Gehorsam einer Fertigungsanlage. Die jüngere wollte helfen, während die ältere sich mehr um ihre Sicherheit sorgt als um die eigene Reparatur und deshalb die Soldaten bittet.

Die kleine Schwester ist in die Wüste gegangen. Für 2B und 9S ist dies bereits ein Ort zahlreicher Gegner und der Geburt einer neuen Einheit. Nun geht es aber nicht um die Vernichtung eines Untersuchungsobjekts oder einer Waffe. Sie müssen ein kleines Individuum finden, das in jemandes Zuhause zurückkehren soll. Auf demselben Boden verändert sich das Schutzbedürftige. Eine Struktur, die an den Replicant-Protagonisten erinnert, der gegen Schatten kämpfte und zur Familie zurückkehrte, erscheint nun um Maschinenschwestern.

Die beiden finden die jüngere mit rosa Band in der Wüste. Sie wollte Teile besorgen, ihrer Schwester helfen und möchte auch nach Hause. Doch sie hat sich verirrt und sitzt zwischen Feinden fest. Der Hilfsversuch gefährdete ihren eigenen Körper und brachte die ältere dazu, andere um Rettung zu bitten. Die Soldaten begleiten sie bis zum Wüsteneingang, damit sie hinauskommt.

Auf dem Rückweg greifen andere Maschinen an. Sowohl die zu schützende Schwester als auch die bedrohenden Gegner sind Maschinen. Behandelten die Soldaten alle derselben Art ohne Unterschied als Feinde mit gleichem Zweck, könnte diese Aufgabe nicht funktionieren. Sie bekämpfen einige Individuen zum Schutz eines anderen und sichern Zeit für dessen Bewegung auf dem Weg. Kampffähigkeit dient dazu, jemandem die Rückkehr in eine Gemeinschaft zu ermöglichen.

Während der Eskorte stellt die jüngere weiter Fragen. Als sie wissen will, woher Babys kommen, gerät der sonst erklärungsfreudige 9S in Verlegenheit. Er versucht zu erläutern, dass Maschinen und Androiden nicht wie Menschen Kinder bekommen, und sucht 2Bs Hilfe. Auch sie liefert nicht einfach die gewandte Antwort für ihn. Anders als Schießen oder die Analyse eines Feindaufbaus lässt die Frage eines neugierigen Kindes beide um eine Erklärung ringen. Die jüngere ist mehr als ein Begleitziel mit Lebensanzeige: Sie will unterwegs fortwährend die Welt verstehen.

Am Wüsteneingang bedankt sie sich und geht heim. Die Spielenden eskortieren ihren Körper nicht bis zum Dorftor. Kehren die Soldaten zu Pascal zurück und sprechen mit der älteren, ist die jüngere bereits da. Mit der Bestätigung der Wiedervereinigung endet die Aufgabe. Zu den Belohnungen gehören blaue und rosa Bänder wie die der Schwestern. Die anfängliche Suche mündet in einen letzten Besuch, bei dem beide wieder zusammen zu sehen sind.

Sorge der älteren und Hilfsabsicht der jüngeren können erst am selben Ort weitergehen, wenn die Rückkehr gelungen ist. Die Soldaten sehen mehr als das Ergebnis einer Teilelieferung. Jemand wartete im Dorf, jemand handelte draußen für sie. Die beiden erleben, dass auch die sichere Verbindung dieser Personen ihre Aufgabe sein kann.

5. Ein weggelaufenes Kind und die Grenzen mütterlichen Wissens

Die Beziehung zum Dorf setzt sich bei späteren Besuchen fort. Nach dem Vorfall mit der riesigen Kriegsmaschine in den Stadtruinen öffnet sich eine Aufgabe um ein Kind, das nach einem Streit mit einem Elternteil fortgelaufen ist. Am Dorfrand bittet eine besorgte Muttermaschine, es aus der Stadt heimzubringen. Im friedlichen Bild des ersten Tages waren nicht sämtliche Probleme bereits gelöst. Mit fortgesetztem Alltag entstehen auch Konflikte.

2B und 9S finden das Kind beim zentralen Zugangspunkt der Stadtruinen. Es ist wütend auf seine Mutter und fühlt sich unfair behandelt. Es wird nicht nur als defektes Gerät dargestellt, das grundlos gegen einen Erwachsenen rebelliert. Hier erklärt ein Kind aus eigener Sicht, warum es gegangen ist, und möchte verstanden werden. Die Soldaten hören zu und müssen es gleichzeitig gegen angreifende Maschinen schützen.

Auch der Rückweg braucht eine Eskorte. Gefühle für einen Streit zu besitzen verleiht einem kleinen Körper noch nicht die Fähigkeit, draußen allein Kämpfe zu überstehen. Während die Soldaten Gegner aufhalten und den Weg sichern, kann das Kind heimgehen. Das Anhören der Gründe und die Hilfe bei der Rückkehr gehören in dieselbe Bitte. Das unterscheidet sich davon, den Ärger als unwichtig zu übergehen.

Nach dem Wiedersehen folgt ein Prozess, Fehler und Gefühle der anderen Seite anzunehmen. Die Mutter zeigt, dass sie anders als während der Netzwerkverbindung nicht mehr jeden Gedanken ihres Kindes kennt. Selbst eine Maschinenfamilie teilt ihr Inneres nicht automatisch durch den Namen der Beziehung. Sie kann streiten und sich missverstehen, aber auch neu kennenlernen und freuen. Das gehört zum Alltag eines Dorfes, das aus eigenständigen Wesen bestehen möchte.

Die Aufgabe gibt Pascals Frieden eine alltägliche Größe. Nach einer Erklärung des Kampfverzichts stehen keine unterschiedslosen Individuen reglos beisammen. Wesen mit verschiedenen Gefühlen nennen denselben Ort Zuhause, verlassen ihn im Zorn, kommen wieder und bemühen sich um Beziehungen. 2B und 9S wechseln von der Beurteilung, ob Maschinen nur Menschenworte abspielen, in die Rolle derjenigen, die solche Beziehungen praktisch unterstützt haben.

6. Wesen mit einem Ort der Rückkehr

Die Hilfe für Bewohner hinterlässt bei 2B und 9S konkrete Gesichter innerhalb des Namens Maschinenlebensform. Unter den in Militärakten zur Vernichtung bestimmten Feinden gab es eine wartende Schwester, ein davongelaufenes Kind und einen Elternteil, der nicht sämtliche Kindergedanken kennt. Sie mussten keine menschlichen Körper annehmen, um Beziehungen zu den Soldaten zu bilden. Sie entscheiden sich in ihren vertrauten runden Metallkörpern für anderes Verhalten.

Diese Erfahrungen verändern nicht sofort das gesamte Schlachtfeld. Die Soldaten erhalten weiter Befehle, untersuchen Maschinen anderswo und kämpfen. Auch Pascal muss äußeren Gefahren und Versorgungsfragen begegnen, um das Dorf zu erhalten. Aber selbst gesehene Leben hören mit dem nächsten Befehl nicht auf, existiert zu haben. Die beiden kennen andere, die sie nicht angriffen, und wissen, um wen diese sich sorgen.

Für Pascal bedeutet die sichere Rückkehr der Kinder den Fortbestand der Gemeinschaft. Nach dem Aufbruch der Soldaten bleibt er bei ihnen, lehrt und versorgt das Dorf. Wenn später Gefahr kommt, will er keine anonyme Produktionszahl von Maschinen retten. Es sind Bewohner, mit denen er lebte und die er durch Bitten um Hilfe zurückbekam. Ihr Leben ist die wirkliche Gestalt des Friedens, den 2B und 9S gesehen haben.

Quellen und Umfang der Prüfung

Der Kraftstofffilter gelangt von Pascal zu Anemone; zähflüssiges Öl geht als Gegengabe des Widerstands zurück, bevor die dringende Nachricht vom Stadtangriff eintrifft. Bei der Schwesternsuche wird die jüngere bis zum Wüsteneingang begleitet, das Wiedersehen danach gesondert im Dorf bestätigt. Der Familienstreit wird nach dem Vorfall mit der großen Kriegsmaschine verfügbar. Beide Nebenaufgaben werden nicht zu einem verpflichtenden ersten Tag verbunden. KI-unterstützte Geschichtserläuterung des TroubleMaker-Teams ohne Wiedergabe von Originaldialogen oder Liedtexten. Geprüft am 18. Oktober 2026 nach Bangkok-Zeit.

NieR:Automata — Steam

Pascal — NieR Wiki

Pascal’s Village — NieR Wiki

Lost Girl — NieR Wiki

Family Squabble — NieR Wiki

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