NieR-Chroniken 5 — Das Schloss, Yonah und die Zukunft der Menschheit
Kapitel dieser Geschichte
- Das Schloss des Schattenfürsten: Yonahs Rettung und der Zusammenbruch der menschlichen Zukunft
- 1. Durch die Tür zu Yonah
- 2. Der Weg, den der König verteidigen will
- 3. Seelen für Körper, Körper für Seelen
- 4. Devolas Tod und der Ort, an dem Emil bleibt
- 5. Auch der Schattenfürst war Yonahs Bruder
- 6. Yonah hört das Herz eines anderen Kindes in ihrem Körper
- 7. Der Name, der nach Weiss bleibt
- 8. Ende B gibt der anderen Seite ein Gesicht zurück
- Quellen und Prüfungsumfang
Das Schloss des Schattenfürsten: Yonahs Rettung und der Zusammenbruch der menschlichen Zukunft
Spoilerhinweis: Diese Folge behandelt die Kämpfe im Schloss, die Enden A und B sowie die Wahrheit über Projekt Gestalt in Replicant. Die durch Route B ergänzten Gegnerperspektiven bleiben vom Wissen des Protagonisten getrennt. Die Entscheidungen und weiteren Ereignisse von C, D und E folgen in der nächsten Folge.

1. Durch die Tür zu Yonah

Mit fünf Fragmenten öffnet die Gruppe den Weg ins Schloss. Als Junge konnte der Protagonist Yonah aus dem Verschollenen Schrein retten und nach Hause bringen, doch ihre Krankheit blieb und sie verschwand erneut. Nun tritt er als junger Mann mit Kainé, Emil und Weiss durch die nächste Tür. In den wiederbesuchten Siedlungen auf dem Weg hierher endeten bereits viele Leben. Das Ziel, die Schwester zurückzubringen, bleibt gleich; die Eintretenden sind aber nicht mehr die unveränderte Gruppe seines Aufbruchs als Junge.
Unter den Wartenden sind Devola und Popola. Die beiden, die im Dorf sangen und Arbeit vermittelten, hindern ihn nun am Weitergehen. Diese Begegnung ist nicht wegen eines schrecklichen Aussehens fremd, sondern weil sie betrifft, wen er um Hilfe bat und wessen Anweisungen er durch die Regionen folgte. Sie waren keine Führerinnen, die ihn selbstverständlich begrüßen würden, weil er den Schattenfürsten besiegen will.
Devola und Popola bieten ihm die Möglichkeit zur Umkehr, doch er gibt das Ziel, Yonah zu erreichen, nicht auf. Auch wenn seine Helferinnen den Weg blockieren, ist die Schwester noch drinnen. Mit seinem Wissen kann er kaum einen Grund akzeptieren, sich ihrem Entführer nicht weiter zu nähern. Die Gruppe bekämpft die beiden und dringt vor. Eine Begegnung und ein Kampf lösen nicht den gesamten Plan auf.
Im ersten Kampf nehmen die Zwillinge die Kräfte der von Weiss gesammelten Versiegelten Verse und setzen sie ein. Der Protagonist begegnet Angriffen, die seiner unterwegs erlernten Magie ähneln. Die Schwestern zurückzudrängen lässt Weiss nicht unberührt: Störungen bleiben in seiner Sprache und seinem Zustand. Der Kampf zeigt, dass die vermeintlichen Wegweiserinnen zur Wiederherstellung seiner Kraft Verwalterinnen sind, die sie auch zurückholen können.
Im Schloss versperren riesige Gegner und viele Schatten den Weg. Schatten, die sich in einem ballsaalartigen Raum sammeln, und Goose, der nach einer scheinbaren Niederlage wieder verfolgt, verhindern die Annahme, eine geschlossene Tür bedeute Sicherheit. Die Gruppe muss fortwährend Feinde abhalten und voranschreiten. Der Protagonist kommt Yonahs Zimmer näher, während hinter ihm eine verfolgende Gefahr bleibt.
Zuerst erscheinen im Ballsaal Gestalten wie tanzende Menschen. Sie erweisen sich als Schatten, und mit dem Kampf wird auch der friedlich wirkende Innenraum zum feindlichen Hindernis. Goose verfolgt die Gruppe dann mit einem riesigen wildschweinähnlichen Körper. Ein Gegner, der wieder aufsteht und über schmale Wege und Treppen folgt, lässt nicht zu, erst alle Gefahren hinten zu beseitigen und dann weiterzugehen. Kainés Verständnis der Schattensprache macht auch hier verschieden, was sie und der Protagonist hören.
2. Der Weg, den der König verteidigen will

Während der Krise helfen der König von Fassade und seine Soldaten. Er erscheint nicht erstmals im Schloss. Er war der als Junge gerettete Prinz, lud die Gruppe zu seiner Hochzeit mit Fyra ein und kämpfte nach ihrem Tod gemeinsam mit ihr gegen die Wölfe. Nun ist er an der Reihe, dem Protagonisten zur Rückholung Yonahs zu helfen. Die Beziehungen der Reise bestehen im Schloss fort.
König und Soldaten halten die Feinde von hinten auf und schicken die Gruppe weiter. Andere Menschen übernehmen die Verteidigung des Weges, den der Protagonist zu seiner Schwester nimmt. Auch der König besitzt sein Land und überlebende Bürger. Dass er hierherkam, heißt nicht, sein ganzes Leben sei verschwunden und er habe keine Wahl. Es ist eine Entscheidung für die Gefahr aufgrund seiner Verbindung zum Protagonisten.
Die Gruppe lässt die Rückseite in den Händen des Königs und geht weiter. Wer durch die Tür tritt und wer davor bleibt, hat verbundene Ziele, durchlebt die Szene aber unterschiedlich. Der Protagonist geht voran, um Yonah zurückzubringen; König und Soldaten kämpfen, damit er es kann. Erneut zeigt sich, dass die Reise nicht allein durch seine Stärke und die Magie seiner Gefährten zustande kommt.
König und Soldaten besiegen Goose schließlich, verlieren aber selbst ihr Leben. Nachdem er Fyra vorausgehen lassen musste, hinterlässt der König einen Weg, auf dem die Schwester des Protagonisten lebend heimkehren kann, während seine eigene Zeit endet. Der Protagonist geht nicht mit der Gewissheit weiter, dass der König folgen und den Sieg feiern wird. Ihr letzter Kampf hinter der geschlossenen Tür und die weiterlaufende Zeit der Gruppe zu Yonah trennen sich. Der Nutzen eines verteidigten Weges enthält den Tod der Zurückgebliebenen.
Auch Kainé und Emil befinden sich auf diesem Weg. Sie sind weder Yonahs Bruder noch jene Person, die zur Behandlung der Krankheit Dorfaufträge annahm. Nach gemeinsamer Zeit haben sie die Sache der Geschwister jedoch als die der Gruppe angenommen und sind ins Schloss gekommen. Kainé, deren Körper das Zusammenleben erschwerte, und Emil, der seine Augen und den Wandel der Gestalt erlebte, finden in der Beziehung zum Protagonisten Gründe zum Weiterkämpfen. Diese Beziehung kollidiert bald unmittelbar mit dem größeren Plan der Zwillinge.
3. Seelen für Körper, Körper für Seelen

Devola und Popola stoppen sie erneut und offenbaren ihre Aufgabe. Sie sind Androiden, die Projekt Gestalt verwalten. Der frühere Plan, zur Rettung der Menschheit Seele und Leib zu trennen, wurde zum System, das das Dorf und die Körper der Bewohner erhält. Der Protagonist, Yonah und die anderen sind Replikanten; die als Feinde bezeichneten Schatten sind ursprünglich von Menschen getrennte Gestalts.
Der Plan sollte Gestalts mit ihren entsprechenden Replikantenkörpern wiedervereinigen. So sollten frühere Menschen ihren Leib zurückerhalten und als Menschheit wiederkehren. Doch Replikanten entwickelten ein Selbst. Die Zeit, in der sich der Protagonist und Yonah als Familie fühlten, jemanden liebten und Verlust erlebten, verschwindet nicht durch die Erklärung eines leeren Gefäßes. Was im Plan Rückgabe des Körpers heißt, kann das Leben eines gegenwärtigen Wesens beenden. Daraus entsteht der Zusammenstoß.
Für den Protagonisten ist das mehr als eine Lektion ferner Menschheitsgeschichte. Es verbindet die Identität der für Yonah getöteten Gegner, den Grund seines Körpers, die Krankheit der Schwester und den Erhalt des Dorfes. Doch während er zuhört, ist Yonah weiterhin beim Schattenfürsten. Das Wissen führt ihn nicht dazu, sie zurückzulassen und sein jetziges Leben dem Plan zu übergeben. Die Gruppe hält am Ziel ihrer Rückholung fest.
Auch Devola und Popola können nicht einfach zurücktreten. Sie tragen die Verantwortung für den menschlichen Fortbestand unabhängig von den Wünschen weniger heutiger Replikanten. Aus ihrer Sicht gehören Hilfe und die Sperre an der letzten Grenze zu demselben Plan. Aber der Protagonist gibt seine Schwester nicht auf, und so kollidiert der Plan mit Replikanten, die selbst handeln und urteilen. Das Wesen, das dem Weg der Verwalterinnen folgte, gehorcht schließlich ihrer Entscheidung nicht.
4. Devolas Tod und der Ort, an dem Emil bleibt

Im Kampf fällt und stirbt Devola. Zu Popolas Verantwortung für die ganze Menschheit tritt der unmittelbare Verlust der Schwester, die an ihrer Seite lebte. Der Protagonist kam für Yonah ins Schloss, nimmt aber durch den Sieg über seine Gegnerin auch jemand anderem Familie. Die helfende Beziehung aus dem Dorf kann nach diesem Tod nicht in die alte Form zurückkehren.
Nach Devolas Verlust greift Popola wütend an. Die Kontrolle der Gruppe zur Bewahrung des Plans wird auch zum Kampf gegen die Mörder der Schwester. Der Protagonist muss hindurch, doch kein Ausweg ist erkennbar, über den alle sicher in den nächsten Raum kommen könnten. Im Schloss, das sie mit einer zurückgewonnenen Gefährtin betraten, muss wieder jemand zurückbleiben.
Emil will Popolas Angriff mit seiner Kraft aufhalten und die Freunde vorausschicken. Diese Entscheidung folgt auf seine körperliche Veränderung und den Machtgewinn zur Aufhebung von Kainés Versteinerung. Er hat damit auch bereits die unumkehrbare Verwüstung von Adlerhorst erlebt. Nun setzt er sie ein, damit die ihm wichtigen Menschen weiterkönnen. Das ist keine Hilfe durch Übergabe eines Gegenstands, sondern die Entscheidung, selbst Gefahr zu tragen und zu bleiben.
Er bleibt nicht, weil er eine furchtlose Waffe wäre. Er ist ein Junge, der mit seinen Gefährten leben und diese Beziehung nicht verlieren wollte. Er hinterlässt ein Lächeln, doch das bedeutet nicht, dass er nicht zurückkehren möchte. Gewaltige Kräfte stoßen aufeinander, und die Gruppe kann nicht mehr mit Emil weitergehen. Mit seiner Hilfe gelangen der Protagonist, Kainé und Weiss tiefer zu Yonah.
Der Protagonist sinkt im Schock über Emils Verlust nieder. Kainé drängt ihn zum Weitergehen und kann ihre eigene Trauer doch nicht verbergen. Wenn beide einander näherkommen und zur Notwendigkeit zurückkehren, Yonah zu erreichen, steht der gemeinsam verlorene Freund zwischen diesen Momenten. Es ist nicht bloß ein Streit darüber, wer kühler die nächste Mission ausführt. Ohne Zusicherung, dass Emil über einen anderen Weg sicher folgen wird, gehen sie voran, damit seine Entscheidung nicht umsonst war.
5. Auch der Schattenfürst war Yonahs Bruder

Im Raum des Schattenfürsten steht der Protagonist endlich nah genug für eine Wiedervereinigung mit Yonah. Sein Gegner bleibt nicht nur ein fremdes Monster, das ohne jede Verbindung ein Mädchen raubte. Er ist der Gestalt, der dem Protagonisten als Original zugrunde liegt. Hier ist die Seele des Jungen, der in den Ruinen des Prologs die Macht des schwarzen Buches annahm, um seine Schwester zu schützen. Zwei Wesen, die Familie bewahren wollen, stehen einander im Weg.
Auch der Schattenfürst hat eine Yonah. Lange arbeitete er am Plan mit und wartete, um die Schwester zurückzuerhalten. Als Original-Gestalt übernimmt er die Stabilisierung anderer Gestalts; seine Rolle reicht über das Private hinaus zum Erhalt der Menschheit. Als die lange Zeit die versprochene Genesung nicht bringt, handelt er zur Rückgewinnung des Körpers der heutigen Yonah. Für den Protagonisten war es eine Entführung, für den Schattenfürsten eine Tat für seine Schwester.
Das macht den Konflikt nicht zu einem einfachen Wettbewerb, wer Familie weniger liebt. Der Replikant und seine Yonah haben als Bruder und Schwester gelebt. Für das Gestalt-Paar gibt es ein früheres, bereits verlorenes Familienleben. Einer Seite den Körper zurückzugeben heißt, der anderen die Schwester zu nehmen. Im Raum liegt das tatsächliche Problem, dass zwei Wesen denselben gegenwärtigen Körper als Ort ihres Lebens beanspruchen.
Auch Noir handelt dort zur Vollendung des Plans, während Weiss ihn bekämpft. Beim ersten Treffen mit dem Protagonisten erinnerte Weiss nicht seine ganze Vergangenheit, reiste aber seitdem mit ihm. Er hat Beziehungen zu diesem Protagonisten und den jetzigen Gefährten aufgebaut. Im entscheidenden Kampf ist er nicht bloß ein Werkzeug, das sich seiner geschaffenen Funktion entsprechend mit Noir vereint und alles beendet. Er hilft dem Protagonisten, weiterzukämpfen.
Zuerst durchbricht der Protagonist im Kampf gegen Noir Seiten und Verteidigung, um das Buch selbst anzugreifen. Das Buch aus der Bibliothek am Tag von Yonahs Entführung besiegt er nun endgültig im Raum des Schattenfürsten. Dieser gibt deshalb aber nicht den Körper zurück und tritt ab. Nach Noirs Verschwinden geht der Kampf der Brüder weiter. Weiss verliert bereits Kraft, begleitet den Protagonisten aber bis zuletzt, damit er die Schwester erreicht.
6. Yonah hört das Herz eines anderen Kindes in ihrem Körper

Gestalt-Yonah ist in den Körper der entführten Replikant-Yonah eingetreten. Den Leib seiner Schwester vor sich zu sehen löst nicht alle Probleme des Protagonisten. Der Wunsch des Schattenfürsten, den Körper für seine Schwester zurückzuholen, besteht neben dem Leben, das Replikant-Yonah darin gelebt hat. Unabhängig vom Kampf der Brüder ist es Yonah, die diesen Zusammenstoß in sich selbst erlebt.
Gestalt-Yonah bemerkt die andere Yonah in sich und deren Sehnsucht nach ihrem Bruder. So wie sie ihren Bruder einst brauchte, hat auch das Kind, das in diesem Körper lebte, einen Bruder, zu dem es zurückmöchte. Die Logik des Plans, nach der ein ursprünglicher Mensch einfach seinen Platz zurücknimmt, kann das andere Kind hier nicht auslöschen. Yonah trifft unmittelbar auf dessen Gefühle.
Sie entscheidet sich nicht zum Bleiben auf Kosten des anderen Lebens. Sie geht zum Fenster, setzt sich dem Sonnenlicht aus und verschwindet. Das ist keine Lösung, bei der ein Heilmittel gefunden wird und alle gemeinsam überleben. Die Seele im jetzigen Körper gibt ihre Existenz auf, um den Platz dem anderen Kind zurückzulassen. Der Schattenfürst verliert die so lange zurückgewünschte Schwester noch einmal.
Kainé schützt Yonah, während der Protagonist gegen den Schattenfürsten weiterkämpft. Für diesen ist es ein Kampf nach dem Zusammenbruch des Zwecks seines langen Wartens. Für den Protagonisten muss der blockierende Gegner beendet werden, damit er die noch bewusstlose Schwester heimbringen kann. Es kommt keine Szene, in der beide anhalten, die Lage des anderen vollständig annehmen und eine andere Lösung suchen.
7. Der Name, der nach Weiss bleibt

Im letzten Kampf verliert Weiss die Kraft, seine Form zu erhalten. Die Magie vom Beginn der Reise war Macht, die der Protagonist mit ihm aufgebaut hatte. Nun kann er nicht immer auf dieselbe Weise zaubern und den letzten Feind sicher besiegen. Auch nach dem Verschwinden von Weiss' Gestalt treiben dessen Hilfe und Stimme ihn über den letzten Ansturm hinaus. Es endet sowohl die Reise zur Wiederherstellung eines Buches als auch die mit diesem Buch geteilte Reise.
Der Protagonist erreicht den Schattenfürsten schließlich und tötet ihn. Damit endet der Gegensatz zwischen dem Wesen aus dem Jungen des Prologs und dem Protagonisten, der das Dorf für die Schwester verließ. Auch für den gefallenen Schattenfürsten hieß die zu Beschützende Yonah. Wer das Ergebnis nur als Bestrafung des ursprünglichen Entführers und Beseitigung allen Bösen deutet, löscht die im Raum enthüllten Beziehungen der beiden Geschwisterpaare aus.
Der Protagonist kehrt zu seiner Schwester zurück. Nach der langen Reise und fünf Jahren der Abwesenheit kann er sich wieder mit Replikant-Yonah verbinden. Die Frage, wer ihr Bruder ist, und ihr gegenseitiges Erkennen berühren auch den anfänglichen Akt des Spielers, dem Protagonisten einen Namen zu geben. Wichtiger als die richtige Antwort eines weltklärenden Berichts war ihm, dass die Schwester ihn erkennt und sie zusammen leben. Ende A zeigt die Ankunft dieses Wunsches.
Doch das Wiedersehen bringt nicht alle zurück, die auf dem Weg verloren gingen. Der verteidigte Weg des Königs und die Abschiede von Devola, Popola, Emil und Weiss bleiben. Der Kampf für seine Familie überschneidet sich mit fremden Verlusten und führt zuletzt auch am erneuten Verlust der Schwester des Schattenfürsten vorbei. Die Wiedervereinigung der heutigen Geschwister ist etwas anderes als das Urteil, der ganze Prozess habe alle gerettet.
8. Ende B gibt der anderen Seite ein Gesicht zurück

Route B betrachtet die Erwachsenenereignisse erneut und offenbart mehr Stimmen und Beziehungen der Gegner. Auch am Schluss kommen Szenen des Schattenfürsten und Yonahs hinzu. Der Spieler kehrt mit Kenntnis der vom Protagonisten Besiegten zum Finale zurück. Der Verlust seines Gegners liest sich anders. Welche lange Zeit den Jungen aus dem Prolog hierhergebracht hat und was er am Ende verliert, steht neben dem Sieg des Protagonisten.
In einem weißen Raum kauert der Gestalt-Bruder allein und weint. In der folgenden Erinnerung haben die jungen Geschwister nur wenig Nahrung. Er behauptet, keinen Hunger zu haben, und will sie seiner Schwester überlassen; sie möchte, dass auch er isst. Wieder im weißen Raum tritt die junge Yonah zu ihm, nimmt seine lange Zuwendung an und gibt ihm einen Keks. Getrennt von der Heimkehr des siegreichen Protagonisten finden auch die gefallenen Geschwister ihre Sorge füreinander wieder. Das zeigt ein Wiedersehen nach dem Tod, kein späteres Erdenleben mit wiedergewonnenen Körpern und Auferstehung.
Eine weitere wichtige Enthüllung ist Emils Überleben. Der im Schloss zurückgebliebene Helfer kommt nicht mit unversehrtem Körper zurück, sondern erscheint nur als Kopf, der sich wieder bewegt. Lebendig zu sein bedeutet nicht sofort die gemeinsame Heimkehr mit den Freunden. Der Leser erfährt aber, dass der Abschied nicht alles Kommende beendete. Seine lange Geschichte bis weit später zu Automata wird hier nicht abgeschnitten.
Der Tod des Schattenfürsten hat auch entscheidende Folgen für das System der Menschheitserhaltung. Mit dem Original-Gestalt geht die Grundlage verloren, den Verfall anderer Gestalts zu verhindern und sie mit Replikanten zu verbinden; der Plan bewegt sich auf ein schwer umkehrbares Scheitern zu. Es folgt allerdings keine Szene, in der mit dem letzten Schlag alle Bewohner der Welt gleichzeitig fallen. Nach der Wiedervereinigung vergeht weiter Zeit, doch die Basis der Rückverbindung der Menschheit ist zusammengebrochen. Automatas spätere Welt ohne Menschen hängt mit dieser langfristigen Folge zusammen.
Der Protagonist reiste für seine Familie. Die Rückholung seiner Schwester war nicht die Wiederherstellung der gesamten Menschheit in ihrer ursprünglichen Form. Auch Kainés und Tyranns Problem ist noch offen. Was nach dem Sturz des Schattenfürsten aus ihr wird und was der Protagonist für ihre Rettung wählen muss, teilt den letzten Weg erneut. Deshalb geht Replicants Geschichte nach den Ankünften von A und B weiter.
Quellen und Prüfungsumfang
Die Darstellung folgt den Enden A und B des Spiels sowie den Hauptereignissen im Schloss. Sie unterscheidet die Replikant-Geschwister von den ursprünglichen Gestalt-Geschwistern und zusätzlich gezeigte Spielerszenen vom damaligen Wissen der Gruppe. Eine Deutung, nach der das aktuelle Wiedersehen die spätere Auslöschung der Menschheit aufhebt, wird nicht als Tatsache ergänzt. Dieser Erzählkommentar des TroubleMaker-Teams mit KI-Unterstützung übernimmt weder Originaldialoge noch Liedtexte. Geprüft am 18. Oktober 2026 nach Bangkok-Zeit.
NieR Replicant ver.1.22474487139... — Steam
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