NieR-Chroniken 14 — Der Babykönig des Waldes und A2s Verrat
Kapitel dieser Geschichte
- Das Waldkönigreich, der Babykönig und A2s Worte über Verrat
- 1. Ein weiteres Land der Maschinen, von dem Pascal erzählt
- 2. Soldaten, die sich für ihren König aufstellen
- 3. Bis zur Königskammer im menschenleeren Schloss
- 4. Die Klinge, die den König erreichte, gehörte YoRHa
- 5. Welche Seite hat den Verrat begangen?
- 6. Pearl Harbors Vergangenheit in später zugänglichen Aufzeichnungen
- Quellen und Umfang der Überprüfung
Das Waldkönigreich, der Babykönig und A2s Worte über Verrat
Spoilerhinweis: Dieses Kapitel behandelt die Untersuchung des Waldkönigreichs, die erste Begegnung mit Emil, den Waldkönig und A2s Auftreten sowie die im Spiel nachlesbaren Hintergründe der Pearl-Harbor-Abstiegsoperation. Die in Route B ergänzte Vergangenheit des Reiches, ein Brief aus einer optionalen Aufgabe und die später beim Spielen als A2 gelesenen Aufzeichnungen werden voneinander unterschieden.

1. Ein weiteres Land der Maschinen, von dem Pascal erzählt
Auch nach der Rückkehr von den außerirdischen Schiffen untersuchen 2B und 9S Maschinenlebewesen, die an der Oberfläche selbstständig handeln. In dem Wald, den Pascal beschreibt, haben Maschinen ein eigenes Königreich gegründet. Wie Pascals Dorf bilden sie eine von anderen Maschinen unterscheidbare Gemeinschaft. Das garantiert jedoch weder, dass ihre Bewohner denselben Frieden gewählt haben, noch, dass sie YoRHa willkommen heißen. Die beiden ziehen los, um ihre Existenz und ihr Verhalten selbst zu prüfen.
Auf dem Weg zum Wald steht eine einst von Menschen genutzte Einkaufsanlage. Die verbliebenen Geschäfte und Durchgänge lassen erahnen, wie viele Menschen hier früher unterwegs waren. Jetzt gehen zwei Androiden hindurch, die nach eigenem Bekunden für die Menschheit kämpfen. Gras und Bäume überwachsen die menschliche Abwesenheit in der Stadt, während jenseits der Anlage eine weitere von Maschinen errichtete Gesellschaft liegt. Menschlicher Lebensraum und die danach entstandene Welt verbinden sich entlang eines einzigen Weges.
Als sie die Einkaufsanlage durchqueren wollen, ist der Weg versperrt und Maschinen erscheinen. Nachdem die beiden sich um sie gekümmert haben, rollt ein vertrautes rundes Totenkopfgesicht zur Barrikade und löst dort eine Explosion aus. Es ist Emil. Wer die Zeit der Replicants kennt, erkennt darin die Rückkehr eines alten Freundes; für 2B und 9S ist es eine erste Begegnung, bei der sie Namen und Umstände erst kennenlernen. Emil erklärt hier nicht seine gesamte Vergangenheit und all die Menschen, die er verloren hat. Ein Wesen, das gewaltige Zeiträume überdauert hat, während sich seine Erinnerungen zerstreuten, tritt durch einen kleinen Tumult in ihre Gegenwart.
Nachdem Emils Bewegung den versperrten Durchgang geöffnet hat, können die beiden in den Wald weitergehen. Nach dieser kurzen, lauten Begegnung lässt er sich als fahrender Händler wiederfinden, der durch die Stadtruinen rast. Seine fröhliche Stimme und sein Leben als Verkäufer verraten kaum, wie viel Zeit diese Welt hinter sich hat. Die optionale Aufgabe, seine Erinnerungen zu suchen, wird später gesondert öffnen, was unter dieser Oberfläche liegt.
2. Soldaten, die sich für ihren König aufstellen
Im Wald befinden sich Maschinen mit Rüstungen und Waffen. Anders als auf Wegen, auf denen verstreute kleine Einheiten zu bekämpfen waren, versperren sie den beiden organisiert den Weg und berufen sich darauf, ihren König schützen zu müssen. Die Worte von Zuhause und Familie aus Pascals Dorf werden hier zu Worten von Königreich und Treue. Maschinen, die Formen menschlicher Gesellschaft gelernt haben, wählen unterschiedliche Institutionen und übertragen sie auf ihr Leben und ihre Kämpfe.
Die Soldaten versuchen nicht jeweils allein, mit einem Körper alle Angriffe abzufangen. Einheiten mit Speeren und Schilden bilden Reihen; hinter den Körpern, die den Weg blockieren, stehen weitere Soldaten. Selbst wenn eine kleine Einheit einzeln nicht stark ist, erschweren mehrere Körper mit demselben Ziel das Durchkommen. 2B und 9S brechen diese Aufstellungen auf dem Weg durch den Wald zum Schloss. Zu hören, welchen Schutzauftrag ihre Gegner ausrufen, geschieht gleichzeitig damit, deren gegen sie gerichtete Waffen abzuwehren.
Das Königreich besitzt bereits eine lange Geschichte. Route B ergänzt Szenen von Ernst und anderen Maschinen aus einer Zeit vor mehreren Jahrhunderten. Ernst, der frühere König, gründete eine Gemeinschaft. Nachdem er verschwunden war, begannen die Soldaten einem neuen König namens Immanuel zu dienen. Dieses Kapitel erklärt auch jene Vergangenheit, damit die Entstehung des nun sichtbaren Reiches verständlich wird. Dass die Spielenden die Vergangenheit später aus einer anderen Perspektive sehen, ist allerdings nicht dasselbe Ereignis wie eine vollständige historische Unterrichtung von 2B und 9S am Waldeingang bei ihrem ersten Besuch.
Ein durch eine optionale Aufgabe erhältlicher Brief an den König erklärt genauer, warum Ernst verehrt wurde. Er war eine Maschine, die ihren eigenen Willen früher als andere erkannte, und teilte seine Bauteile, damit auch andere Maschinen ein Selbst entwickeln konnten. Je mehr er abgab, desto schwerer konnte sein eigener Körper funktionieren, bis er schließlich stillstand. Zu der königlichen Güte, von der die Bewohner sprechen, gehört diese Vergangenheit, in der er seinen Körper für das Leben anderer hingab. Der Brief hinterlässt ihre Gefühle durch gemeinsam angefertigte Teile und wünscht dem König Frieden.
Rückblickend zeigt das Verhalten der Verteidiger eine Zeit, die sich nicht nur als von irgendwem eingegebener Kampfruf verstehen lässt. Die früher Lebenden sind verschwunden, und die Verbliebenen müssen ihren Platz weitertragen. Die Stellung des Königs wird zum Zeichen, dass die Gemeinschaft auch im nächsten Zeitalter fortbestehen wird. Wie sehr sie diesen Platz schätzen, zeigt sich zunächst darin, dass sie auf die zwei als Feinde eingedrungenen Soldaten zustürmen.
3. Bis zur Königskammer im menschenleeren Schloss
Jenseits des Waldes steht ein Schloss. Die beiden gehen von außen hinein und folgen Stockwerken und Gängen zur höher gelegenen Königskammer. Mit enger werdendem Bewegungsraum beeinflusst das Gelände auch den Kampf. Es genügt nicht, Angriffen auszuweichen; sie müssen ihren Halt bewahren und den nächsten Durchgang finden. Das Schloss ist keine Ruine, die man als ferne Kulisse betrachtet, sondern ein gegenwärtig von Maschinensoldaten verteidigtes Zentrum des Lebens und der Macht.
Auch darin erledigen nicht alle Maschinen dieselbe Arbeit. An einem versteckten Ort lebt der Waffenschmied Masamune. Dass er Ausrüstung stärker machen kann, zeigt, dass es im Königreich neben Angriff und Verteidigung auch Einzelne gibt, die bestimmte Tätigkeiten lernen und fortführen. In dem einen Satz, Maschinen hätten ein menschliches Schloss besetzt, stecken neben Soldaten und König noch andere Leben mit eigenem Können.
Die beiden durchbrechen weiteren Widerstand und erreichen die Königskammer. Die bisherigen Stimmen und das Verhalten der Soldaten lassen einen mächtigen Befehlshaber oder eine große Kampfeinheit erwarten. Doch das als König verehrte Wesen ist eine kleine Babymaschine. Es hält nicht wie die umstehenden Soldaten eine Waffe, um seinen Platz zu verteidigen. Die Würde des Königreichs und die Hilflosigkeit des Körpers in seinem Zentrum erscheinen in derselben Szene.
Die Babygestalt enthält die Erwartungen der Soldaten an Wachstum und Nachfolge. Sie hoffen, dass der neue König eines Tages heranwächst und sie führt, doch ein Maschinenkörper wächst nicht allein durch Warten wie ein menschliches Kind. Während des langen Wartens bleibt der kleine Körper unverändert. Trotzdem schätzen und beschützen sie ihn. Die Reihen, welche die beiden auf ihrem Weg aufgebrochen haben, bestanden aus jenen, die anstelle eines Königs kämpften, der sich nicht selbst verteidigen kann.
4. Die Klinge, die den König erreichte, gehörte YoRHa
Bevor die beiden die Identität des Babykönigs ganz begreifen können, erscheint eine weitere Androidin. Sie ist eine Kämpferin mit langen weißen Haaren und abgenutztem, beschädigtem Äußeren. Sie tritt zum König, durchbohrt seinen Körper mit dem Schwert und zerstört ihn. Das Zentrum, das die Waldsoldaten bis zuletzt schützen wollten, verschwindet durch einen einzigen Hieb einer neuen Eindringlingin. 2B und 9S beginnen keinen Kampf, in dem sie sich für oder gegen einen Angriff auf den König entscheiden; sie stehen plötzlich am Ort seines Todes.
Die neu Erscheinende heißt A2. Der Pod identifiziert sie als älteres YoRHa-Angriffsmodell und gesuchte Deserteurin. Der anschließende Befehl lautet, sie zu eliminieren. Dass diejenige, die gerade den Maschinenkönig getötet hat, keine neue feindliche Maschinenform ist, sondern eine Androidin aus ihrer eigenen Militärorganisation, verändert den Charakter des Kampfes.
2B folgt dem Befehl und kämpft gegen A2. Diese Gegnerin benutzt weder riesige Sägen noch Maschinenreihen. Ein Körper, der schnell herankommt, sich wieder entfernt und das Schwert schwingt, tritt 2Bs Bewegungen entgegen. Auch die Ähnlichkeit ihrer Gesichter fällt auf. Ähnliche Gesichter beweisen jedoch weder, dass sie dieselbe Person sind, noch, dass eine von ihnen durch die Zeit zurückgereist ist. Ein Verhältnis zwischen den von YoRHa entworfenen und gebauten Körpern tritt hier erstmals in fremder Gestalt hervor.
9S hilft beim Kampf, fragt sich aber auch, warum A2 zur Feindin der eigenen Organisation geworden ist. Die Fahndungsinformationen liefern das Ergebnis, dass sie eliminiert werden muss, erklären aber nicht sämtliche konkreten Vorgänge, die dazu führten. Am Ende des Kampfes fragt er, warum sie YoRHa verraten habe. Für einen Moment wird die Bezeichnung Deserteurin, die an A2 haftet, zu einer Frage nach dem Geschehen.
5. Welche Seite hat den Verrat begangen?
A2 kehrt die Richtung der von 9S akzeptierten Geschichte um. Sie hinterlässt die Aussage, dass eher das Kommando sie verraten habe, als dass sie es zuerst verraten hätte. Das wird 9S nicht als vollständige Beweisliste oder ausführlicher Bericht einer früheren Operation übergeben. A2 erklärt nicht vor Ort sämtliche Umstände und überzeugt die beiden, auf ihre Seite zu wechseln. Sie geht. 2B und 9S verfolgen sie, können sie aber nicht fassen.
Die zurückbleibenden Informationen passen nicht zusammen. Das Kommando bestimmt A2 zur Verräterin, die zu eliminieren ist. A2 beschuldigt die befehlsgebende Seite des Verrats. Zu ihrem im Wald tatsächlich beobachteten Verhalten gehört die Grausamkeit, den kleinen König ohne Zögern zu zerstören. Gleichzeitig ist noch nicht sichtbar, warum eine Soldatin mit ähnlichem Gesicht und ähnlichen Kampffertigkeiten so lange allein überlebt hat und ihrer eigenen Organisation misstraut.
Auch Anemones Reaktion auf 2B bei deren erster Ankunft an der Oberfläche lässt diese Verbindung neu betrachten. Für sie war 2Bs Gesicht nicht bloß das einer neuen Soldatin, das keinerlei Erinnerung weckt. Anemone ist mit A2s Vergangenheit verbunden. Allerdings öffnen sich nicht unmittelbar nach A2s Flucht aus dem Wald automatisch sämtliche Aufzeichnungen. Später können die Spielenden als A2 mit Anemone sprechen, das Lagerterminal untersuchen und diese Umstände ausführlicher lesen.
6. Pearl Harbors Vergangenheit in später zugänglichen Aufzeichnungen
Die Aufzeichnungen der Pearl-Harbor-Abstiegsoperation im Spiel zeigen die Zeit, in der A2 noch mit Kameradinnen auf Mission ging, bevor sie allein kämpfte. Die jetzt A2 genannte Kämpferin war Angreiferin Nr. 2 einer Versuchseinheit. Nach dem Verlust der Anführerin Nr. 1 übernahm sie das Kommando. Auf der Oberfläche blieben Angreiferin Nr. 4, Schützin Nr. 16 und Scannerin Nr. 21 bei ihr. Sie waren gekommen, um einen feindlichen Server am Berg Ka’ala zu zerstören, erlitten aber schon beim Abstieg schwere Verluste und hatten keine Verstärkung.
In Anemones erstem Bericht wird der Widerstand am Boden von Rose geführt. Im Kampf entdecken sie unbekannte Soldatinnen in schwarzer Kleidung. Nachdem sie Maschinen mit vorbereiteten Sprengsätzen beseitigt haben, richten sie ihre Waffen auf die Neuankömmlinge. Der Verdacht, menschlich geformte Maschinen könnten eingedrungen sein, stößt auf die Haltung von Nr. 16, die zuerst zur Waffe greift. Nr. 2 beendet den Streit: Sie müssen die Mission mit den Überlebenden abschließen und brauchen jetzt Kameradinnen statt Feindinnen. Es war keine Begegnung, bei der alle sich von Anfang an unbeschwert als Verbündete anerkannten.
Während sie gemeinsam vorankommen, streiten und messen sich Nr. 16 und Dahlia und kommen sich näher. Rose verspricht den neuen Soldatinnen, die einander mit Nummern anreden, nach Abschluss der Mission Namen zu geben. Anemone fällt Vertrauen jedoch weiterhin schwer. Dann infiziert sich Lily mit einem Logikvirus und beginnt um sich zu schlagen. Anemone steht erneut vor der Aufgabe, einer Kameradin das Leben zu nehmen. Nr. 21 fordert sie auf, nicht aufzugeben, und versucht eine Behandlung. Während Nr. 2 und Nr. 4 Lily festhalten, bemerkt Anemone, dass auch sie mithilft. Die erfolgreiche Behandlung bleibt als Erfahrung, dass jene, denen sie misstraut hatte, ihre Familie retten wollten.
Beim Vormarsch zum Server strömen feindliche Truppen heran, während Unterstützungsgesuche abgewiesen werden. Nr. 16, Lily, Dahlia und Marguerite bleiben zurück, um den anderen Zeit für den weiteren Weg zu verschaffen. In diesem Rückzugsgefecht erscheint sogar ein großer Gegner, dem normale Waffen nichts anhaben. Es führt zum Opfer durch die Explosion eigener Reaktoren. Nicht alle fahren mit demselben Aufzug bis in den letzten Raum. Die Kämpferinnen auf dem vorderen und hinteren Weg trennen sich, um Kameradinnen weiterzuschicken, die lebend ankommen müssen.
Damit der Aufzug zum Server hinunterfährt, muss jemand draußen bleiben und ihn bedienen. Nr. 21 übernimmt das, und Anemone bemerkt etwas Ungewöhnliches und bleibt bei ihr. Die Augen der Scannerin zeigen bereits die Infektion. Der Feind hat auf die Methode reagiert, die Lily rettete, sodass sie sich nun nicht mehr selbst behandeln kann. Nr. 21 will nur so lange durchhalten, bis der Aufzug sein Ziel erreicht. Die Explosion der Nachhut ertönt. Nachdem sie die Kameradinnen hinuntergeschickt haben, beendet Anemone auf deren Bitte Nr. 21s Leben. Ein Wesen mit der Fähigkeit, jemand anderen zu retten, kann letztlich nicht sich selbst retten.
Am Server überlastet Nr. 4 ihren eigenen Reaktor und zerstört die feindliche Anlage. Die Aufzeichnungen beschreiben dies auch als Entscheidung zum Schutz von Nr. 2. Nach der Explosion, die den Berg zum Einsturz bringt, stoppen die Maschinen, und die draußen gebliebene Anemone lebt. Sie glaubt, sämtliche Kameradinnen seien verschwunden, und verflucht ihr eigenes Überleben. Tatsächlich hat auch Nr. 2 überlebt; sie ist die A2, der die beiden jetzt im Waldschloss begegnet sind. Zwei Überlebende haben denselben Verlust an verschiedenen Orten weitergetragen.
Doch das Überleben der Soldatinnen wurde bei jener Mission nicht mit demselben Gewicht behandelt wie das von oben versprochene Ziel. Kampfdaten der Versuchseinheiten werden gesammelt, während die unter weit härtere Bedingungen als erwartet gestellten Soldatinnen nacheinander verschwinden. Infektion und Opfer häufen sich, bis die Beziehungen der gemeinsam Handelnden zerbrechen. Zu A2s Haltung gegenüber Maschinen und ihren Gründen, Befehle anzuzweifeln, gehört diese Erfahrung. In dem Körper, der nun als einzelne abgenutzte Gestalt erscheint, bleibt die Zeit derjenigen, die nicht gemeinsam überleben konnten.
Anemone ist eine Überlebende, die jene Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet. Ersetzt man die Frau, die im Spiel das Lager leitet, durch Lily aus dem Anime, ändern sich auch die Beziehungen zu A2. Außerdem gibt es Bühnen- und Manga-Versionen, deren Zusammensetzung der Operation und Überlebende voneinander abweichen. In dieser Reihe begegnen die gegenwärtigen 2B und 9S der Anemone aus dem Spiel. Auch der Hintergrund von A2s Worten folgt den spielinternen Aufzeichnungen.
Die Operationszusammenfassung bestätigt das Blackbox-Signal der lebenden Nr. 2, ordnet aber Bergung oder Beseitigung statt Rettung an, weil bereits die Existenz der Versuchseinheit geheim ist. Auch die Persönlichkeiten und Kämpfe der zuvor Gestorbenen werden als Material für kommende Modelle bewertet. Selbst Nr. 4s fröhliches Wesen, das die Kameradinnen verband, gilt als ungeeignet für zukünftige Kampfmodelle, weil es in heftigen Gefechten den Kampfwillen mindere. Zeit, die für einige zu Familie geworden ist, wird in den übergeordneten Aufzeichnungen als wiederverwendbare oder wegzuwerfende Daten verarbeitet.
Mit Kenntnis dieser Aufzeichnungen bedeutet die kurze Antwort im Wald mehr als eine bloße Provokation. Für A2 war das Kommando kein Zuhause, das sie und ihre Kameradinnen schützte. Dieser Verlust löscht allerdings nicht das Leben des von ihr getöteten Babykönigs und seiner Soldaten aus. Ein Wesen, das an verlorenen Beziehungen festhält und kämpft, zerstört den Schutzbefohlenen einer anderen Gemeinschaft. Der Wald lässt in derselben Königskammer zwei Geschichten aufeinanderprallen: Maschinentreue und Androidenverrat.
2B und 9S kehren zurück, ohne A2 gefasst zu haben. Trotz ihrer Fragen zu der Gesuchten müssen sie die nächsten Befehle ausführen. Sie durchqueren den Wald ohne seinen König und kehren zu Pascal zurück; die Untersuchung an der Oberfläche geht weiter, während YoRHa auch Unterstützung an einer anderen Front braucht. In der Überfluteten Stadt, ihrem nächsten Ziel, wird ein weiterer gewaltiger Gegner erneut Abstand zwischen die beiden bringen. Dann wird 2B allein umhergehen und nach dem Signal des 9S suchen müssen, der bis dahin an ihrer Seite unterwegs war.
Quellen und Umfang der Überprüfung
Unterschieden werden die Vergangenheit des Königreichs aus Route B, der Brief an den König aus einer optionalen Aufgabe, der Kampf gegen A2 und später zugängliche Terminalaufzeichnungen. Die drei Pearl-Harbor-Berichte sind Dokumente innerhalb des Spiels. Selbst dort weicht die anfängliche Zahl der Abgestiegenen ab: Der Rückblick nennt sechzehn, die Operationszusammenfassung zwölf. Sie wurden deshalb nicht auf eine einzige Zahl vereinheitlicht. A2s innere Monologe und Zahlen wiederholter Kämpfe aus externen Romanen sowie Überlebende anderer Fassungen wurden nicht ergänzt. Dies ist mit KI unterstützter redaktioneller Inhalt; Originaldialoge, Liedtexte und Romantext werden nicht wiedergegeben. Quellen geprüft: 2026-10-18.
Pearl Harbor Descent Summary — NieR Wiki
Letter to the Forest King — NieR Wiki
Anemone: Encounter — NieR Wiki
Anemone: Understanding — NieR Wiki
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