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NieR-Chroniken 20 — Die Stimme vom Mond und die verschwundene Menschheit

Kapitel dieser Geschichte
  1. Die Stimme vom Mond, die verschwundene Menschheit und 9S’ einsame Erkenntnis
  2. 1. Den wiederhergestellten Körper prüfen und eine Lücke im System entdecken
  3. 2. Was auf dem Mond bewahrt wird und wer dort angeblich lebt
  4. 3. Die Tatsache, die die Kommandantin nicht bestreitet
  5. 4. Weshalb er nach der Wahrheit zur Oberfläche zurückkehrt
  6. 5. 6O und 21O jenseits der Einsatzkommunikation
  7. 6. Ein anderer Blick über demselben Ende
  8. Quellen und Umfang der Prüfung

Die Stimme vom Mond, die verschwundene Menschheit und 9S’ einsame Erkenntnis

Spoilerhinweis: Dieser Teil behandelt die YoRHa-Unterlagen, die 9S im späteren Verlauf von Route B untersucht, die Erklärung der Kommandantin, persönliche Wünsche der Operatorinnen und Ende B. Untersuchung und Gespräch finden vor dem entscheidenden Kampf gegen Eva statt. Sie werden nicht zu neuen Entdeckungen nach Ende B umgeordnet.

Mit KI erstellte symbolische Illustration einer Erde ohne Menschen: zwei Androiden und eine kleine Maschine in einer verfallenen Stadt. Kein offizielles Spielbild und keine Rekonstruktion eines bestimmten Ereignisses.
Mit KI erstellte symbolische Illustration einer Erde ohne Menschen: zwei Androiden und eine kleine Maschine in einer verfallenen Stadt. Kein offizielles Spielbild und keine Rekonstruktion eines bestimmten Ereignisses.

1. Den wiederhergestellten Körper prüfen und eine Lücke im System entdecken

Nach seiner Rettung aus der Kopierten Stadt erholt sich 9S im Bunker. 2B konnte ihn herausbringen, setzt während seiner Behandlung aber ihre eigenen Aufträge auf der Oberfläche fort. In Route B durchläuft der Spieler die Prüfung seiner Erinnerung, seines Sehvermögens und anderer Funktionen. Die Augen wieder zu öffnen und den Körper bewegen zu können, ist damit verbunden, zu prüfen, ob die inneren Daten sich ordnungsgemäß fortsetzen.

Für diesen 9S ist eine Unregelmäßigkeit beim Synchronisieren kein bloßes Rauschen, das er ignorieren kann. Er untersucht das System und prüft Wege und Unterlagen, auf die er gewöhnlich nicht zugegriffen hat. Die Fähigkeit, mit der er Fabriktüren öffnete oder gegnerische Barrieren ausschaltete, richtet sich nun auf das Informationssystem der eigenen Organisation. Seine Neugier und sein analytisches Können halten nicht automatisch an, je nachdem, ob das Ziel eine Maschine oder YoRHa ist.

YoRHa-Soldaten lernen, dass der Rat der Menschheit auf dem Mond sitzt und sie unter dessen Führung die Erde zurückerobern. Auch 9S hat seine Aufträge innerhalb dieser Erklärung erfüllt. In den gefundenen Aufzeichnungen entspricht das Verhältnis zwischen Rat und Projekt YoRHa jedoch nicht der bisherigen Darstellung. Die Richtung, wonach die Armee geschaffen wurde, weil ihre Herren von oben den Befehl gaben, scheint in den Dokumenten umgekehrt.

9S liest nicht von Anfang an eine einzige Anleitung, die sämtliche Entsorgungspläne offenlegt. Nach Unterlagen zur Lagerung und zum Transport von Körpern gelangt er auf einen stärker eingeschränkten Server und findet ein Verzeichnis geheimer Akten über den Rat und YoRHa. Es enthält Einträge zu Befehlskette, Unterstützungseinheiten, Blackboxen und Hintertür. Die Überschriften eines Verzeichnisses gesehen zu haben, ist aber etwas anderes, als den gesamten Inhalt jedes Eintrags gelesen zu haben.

9S achtet auf diesen Unterschied. Das Dokument betrifft nicht bloß das Herstellungsjahr eines Geräts oder Einzelheiten eines bestimmten Einsatzes. Die größten Voraussetzungen geraten ins Wanken: Für wen kämpft er, und wer erteilt die Befehle? Fragen derselben Art, wie sie beim Anblick der Leichen der Schöpfer unter der feindlichen Stadt aufkamen, richten sich nun gegen die eigene Seite.

2. Was auf dem Mond bewahrt wird und wer dort angeblich lebt

Auf dem Mond sind Daten über Menschen erhalten. Dass es Aufzeichnungen über die Existenz der Menschheit und bewahrtes Material gibt, wird dadurch weder falsch noch ausgelöscht. Die Erklärung, lebende Menschen seien dorthin geflohen und warteten auf YoRHas Sieg, ist jedoch eine andere Frage. Ein Server zur Aufbewahrung von Daten ist keine Gesellschaft von Überlebenden. Das Geheimnis, auf das 9S stößt, liegt im System, das beide Dinge als eines erscheinen ließ.

Die Menschheit starb schon vor der Invasion der Außerirdischen aus. Das Scheitern des Gestalt-Projekts und die nachfolgenden Jahre, die der Anfang dieser Reihe behandelt hat, sind längst vergangen. Deshalb wartet auch bei einem heutigen Sieg YoRHas auf der Erde kein Ende, in dem Menschen vom Mond zurückkehren und ihre Gesellschaft neu beginnen. Die versprochene Belohnung des Krieges stimmt nicht mit der tatsächlich verbliebenen Welt überein.

Dass keine Menschen mehr da sind, bedeutet nicht, dass Androiden leere Körper ohne Gefühle wären. Auf der Oberfläche sorgen sie sich bereits umeinander, suchen nicht zurückgekehrte Kameraden und leben weiter, während sie beschädigte Körper reparieren. Über diesem Leben stand jedoch der große Auftrag, die Menschheit schützen zu müssen. 9S findet keinen Beweis für die Abwesenheit eigener Gefühle, sondern für die Abwesenheit derjenigen, auf die er diese Gefühle und seine Treue richten sollte.

Die Sendungen des Rats offenbaren diese Leerstelle nicht. Stattdessen erwecken sie den Eindruck, menschliche Stimmen wachten weiterhin von oben über die Soldaten. Befehle und Ermutigung erlaubten ihnen, ihre einzelnen Kämpfe mit einem größeren Versprechen der Rückkehr zu verbinden. Aufgezeichnete Informationen und die Form der Kommunikation ersetzen die Gegenwart lebender Herren. 9S kann die vertrauten Stimmen nun nicht mehr in ihrer bisherigen Bedeutung hören.

3. Die Tatsache, die die Kommandantin nicht bestreitet

Auch nach dem Aufkommen dieser Fragen stehen die Ereignisse auf der Oberfläche nicht still. 9S führt die Fernunterstützung in der Fabrik aus, der wir in Teil 17 folgten, und hilft 2B und Pascal bei der Flucht. Erst nach dieser Hilfe trifft er die Kommandantin im Bunker. Er fragt, weshalb die Aufzeichnungen zeigen, dass der Rat als Teil des Projekts YoRHa geschaffen wurde und damit die Reihenfolge seiner gelernten Erklärung umkehren.

Die Kommandantin antwortet, indem sie ihm die zugehörigen Geheimunterlagen übergibt. Sie weicht nicht schlicht mit der Behauptung aus, Menschen lebten noch, und erklärt auch nicht alle von ihm gesehenen Akten zu feindlichen Fälschungen. Sie erläutert, dass die Menschheit bereits verschwunden ist und welche Wirkung diese Wahrheit auf Androiden hatte. Für Wesen, die geschaffen wurden, um für Menschen zu leben, konnte der Verlust dieses Zwecks Moral und Willen zerstören.

Die Geschichte von den Menschen auf dem Mond war der Zweck, der an diese leere Stelle gesetzt wurde. Dahinter stand die Vorstellung, Soldaten bräuchten das Ziel, ihre zurückkehrenden Herren zu schützen und die Erde zurückzugewinnen, um weiterkämpfen zu können. Die Kommandantin hat die Armee in diesem Wissen geführt. Für 9S bleibt sie keine Vorgesetzte, die ebenso wenig wusste wie er. Zumindest hinsichtlich der Abwesenheit der Menschheit gehört sie zu den Wissenden.

Aus dieser Szene folgt jedoch nicht, dass sie alle verborgenen YoRHa-Pläne und künftigen Entsorgungsverfahren entworfen hätte. Auch ihr Informationszugang ist begrenzt. Das Geheimnis über das angebliche Überleben der Menschheit zu kennen und das Militär zu führen, muss von der Behauptung unterschieden werden, sie habe YoRHas später offenbartes Ende vollständig kontrolliert. Auch sie selbst wird mit ihren Soldaten innerhalb der Einrichtung in Gefahr geraten.

Die Kommandantin lässt 9S mit der Frage zurück, wie er das Erfahrene annehmen soll. Es gibt keine Lösung, bei der nach der Entdeckung sofort sämtliche Unterlagen vor seinen Augen gelöscht werden und sein früherer Glaube wiederhergestellt wird. Er muss nun im Wissen handeln und seinen nächsten Schritt wählen. Mit der geistigen Leistung, ein Geheimnis aufzudecken, entsteht die Last, danach weiterzuleben.

4. Weshalb er nach der Wahrheit zur Oberfläche zurückkehrt

Dass 9S die Abwesenheit der Menschheit kennt, lässt 2B auf der Oberfläche nicht verschwinden. Sie lebt noch und durchsteht die Krisen in Fabrik und Stadt. Anemone und die Bewohner des Lagers können angegriffen werden, und Pascals Dorf bleibt eine benachbarte Gemeinschaft, die Schutz braucht. Selbst wenn die größte Erklärung des Krieges zusammenbricht, existieren die Körper konkreter Personen, die jetzt Hilfe brauchen, tatsächlich.

Er hat den beiden in der Fabrik bereits geholfen. Als nun das Lager angegriffen wird, fliegt er mit einer Flugeinheit hinunter. Er entscheidet sich nicht dafür, eine hilfesuchende Kameradin wegen der Lüge in den Dokumenten zurückzulassen. Trotz des Schocks, nicht gewusst zu haben, wofür er kämpfte, bleibt der gegenwärtige Wunsch, jemandem zu helfen, eigenständig lebendig. Seine Entscheidung ist noch keine vollständige Überzeugung, die alle künftigen Fragen löst, doch die Richtung seines Handelns ist klar.

2B und 9S sind zu diesem Zeitpunkt keine Kameraden, die dieselben Informationen gemeinsam geprüft und ein neues Kriegsziel vereinbart hätten. Manche Tatsachen hat 9S allein herausgefunden. Er tritt in die Krise ein, bevor er entschieden hat, wann und wie er 2B davon erzählt. Der Wunsch, einer wichtigen Person die Wahrheit zu sagen, liegt gleichzeitig mit der dringenden Notwendigkeit vor ihm, ihr jetzt zu helfen.

Bei der Abreise aus dem Bunker ist auch kurz die Gestalt eines Roten Mädchens zu sehen. Was diese Anwesenheit bedeutet, wird 9S hier nicht vollständig erklärt. Begegnet der Spieler später derselben Gestalt, kann er sich an den kurzen Auftritt erinnern. Vorab erscheint eine Spur: Auch in dem Raum, der wie eine sichere Unterstützungsbasis wirkte, gibt es Blicke und Informationen, die den beiden Soldaten unbekannt sind.

5. 6O und 21O jenseits der Einsatzkommunikation

Der Bunker besteht nicht nur aus einem kalten System zur Lagerung falscher Informationen. In ihm arbeiten auch die Operatorinnen, die 2B und 9S unterstützen. 6O fragt 2B nach der Oberfläche und zeigt persönliche Gefühle. Sie spricht fröhlich, ist bei einer Zurückweisung in einer Beziehung gekränkt und interessiert sich für die Landschaft einer Erde fern von ihr. Es gibt ein Leben jenseits der Stimme, die gemäß den Kommunikationsregeln nur Aufträge übermittelt.

Eine freiwillige Aufgabe ermöglicht es, ihr eine Blume der Oberfläche zu zeigen. Findet man die Wüstenrose, werden Bilddaten geschickt, statt die Blume selbst zum Bunker zu liefern. Die Unterstützerin im All kann den Boden, den die von ihr geführte Soldatin sieht, nicht selbst betreten. So werden Nachrichten von einer kleinen Landschaft und einer Blume zu einem besonderen Geschenk. Neben dem gewaltigen Versprechen, die Erde zurückzuerobern, gibt es eine konkrete Oberfläche, die eine bestimmte Operatorin sehen möchte.

21O spricht strenger und zurückhaltender mit 9S. Kurze Gespräche und das Abbrechen privater Themen bedeuten nicht, dass sie keine eigenen Wünsche hätte. Freiwillige Aufgaben zur Datenanalyse zeigen über hinterlassene menschliche Gegenstände und Familienaufzeichnungen ein anderes Interesse. Eine Operatorin, die Daten über Missionsziele ordnet, beginnt die Beziehung namens Familie auf ihr eigenes Leben zu beziehen.

Sie hofft, dass auch Androiden solche Beziehungen haben könnten. Dieses Gefühl muss weder auf eine bestimmte Liebesbeziehung noch auf eine einzelne Elternrolle festgelegt werden. Es zeigt jemanden, der sich jenseits der Bezeichnungen von Unterstützenden und Unterstützten in derselben Organisation ein näheres Zusammenleben wünscht. Wenn sie später zum Kampftyp umgewandelt auf 9S trifft, verliert ein Spieler, der diesen Wunsch kannte, mehr als den Namen einer infizierten Gegnerin.

Auch für Leser, die von der verschwundenen Menschheit wissen, werden diese persönlichen Gefühle nicht falsch. Ein erfundenes Befehlssystem ist etwas anderes als die Erfahrung, darin um Kameraden zu bangen und sich Blumen oder Familie zu wünschen. Wenn der Bunker später fällt, verschwindet nicht bloß ein Gebäude für Täuschung. Mit ihm geraten diejenigen in Gefahr, die dort auf ihre jeweils eigenen nächsten Tage hofften.

6. Ein anderer Blick über demselben Ende

Route B führt zum entscheidenden Kampf gegen Eva. 9S hilft 2B, hackt den Gegner und trennt Netzwerkverbindungen. Sieg und Infektion aus Route A sowie die Szene, in der 2B seinen Körper beenden muss, folgen erneut. Dieses Mal sehen wir das Ende zusätzlich im Wissen darum, welche Informationen er vor seinem Eintritt in den Kampf bereits besaß.

Hinzu kommen Bilder der Roten Mädchen, die das Geschehen beobachten. Deutlicher wird, dass jemand anderes die Ereignisse verfolgt, in denen die beiden Soldaten einander retten und verlieren. Ihre Anwesenheit verwandelt die eben erlebte Trauer jedoch nicht in ein Schauspiel mit vorbereiteten Sätzen. Die beiden handelten unter Einsatz ihrer eigenen Körper und Erinnerungen und erlebten die Folgen als tatsächlichen Verlust.

9S’ Bewusstsein bleibt im Maschinennetzwerk erhalten und kehrt zurück. Das Ergebnis des Wiedersehens schließt an Ende A an. Ende B ist keine getrennte Zeitlinie, die demselben Paar noch ein weiteres friedliches neues Leben schenkt. Es ergänzt zuvor ungesehene Erinnerungen der Feinde und Geheimnisse der eigenen Seite und bringt den Leser an den Punkt, von dem aus die nächsten Ereignisse beginnen.

Während des Abspanns folgt auch ein kurzer spielbarer Abschnitt, in dem man 2B durch den Bunker bewegen kann. Sie spricht mit den Leuten auf der Basis, trifft 9S wieder in einem Androidenkörper und bereitet die nächste Aufgabe vor. Alltägliches wie der Erhalt von Heilvorräten von Kameraden zeigt, dass die Stimme, die aus einem Maschinenkörper zurückkehrte, erneut in das vertraute Leben übergeht. Das Wiedersehen bedeutet nicht, dass auch die kommende Großoffensive schon gefahrlos beendet wäre.

9S hinterlässt den Gedanken, dass eine neue Großoffensive begann, bevor er seinen Entschluss vollenden konnte, 2B die Wahrheit zu sagen. Darin liegt noch ungelöste Zeit zwischen den beiden. Die Möglichkeit, trotz des Wissens um die fehlende Menschheit mit einer Kameradin weiterzuleben, bekommt keinen Aufschub vor einer größeren Militäroperation und der Infektionsgefahr. Die nächsten Teile blicken zunächst auf frühere freiwillige Aufgaben zurück und zeigen anschließend, wie die Offensive nach dem Sieg YoRHa selbst zum Einsturz bringt.

Quellen und Umfang der Prüfung

Dieser Kommentar verbindet die Untersuchung der YoRHa-Akten und das Treffen mit der Kommandantin in Route B des Spiels, freiwillige Operatorinnen-Aufgaben und zusätzliche Perspektiven von Ende B. Bewahrte Monddaten werden von einer lebenden menschlichen Gesellschaft unterschieden. Das Wissen der Kommandantin über das Menschheitsgeheimnis wird nicht zur allwissenden Kontrolle über YoRHas gesamten Entsorgungsplan erweitert. Die Aufträge der Operatorinnen sind freiwillig und keine Pflichtszenen, die jeder Durchlauf in derselben Reihenfolge abschließt. Der Artikel wurde mit KI-Unterstützung redigiert und übernimmt keine Originaldialoge, Liedtexte oder Romanpassagen. Quellen geprüft: 2026-10-18.

NieR:Automata — Steam

Council/YoRHa Records — NieR Wiki

Commander — NieR Wiki

Data Analysis Freak 2 — NieR Wiki

Or not to (B)e — NieR Wiki

Project YoRHa — NieR Wiki

Bunker — NieR Wiki

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