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NieR-Chroniken 6 — Kainé und der gelöschte Name

Kapitel dieser Geschichte
  1. Die Entscheidung für Kainé und Ende E: einen gelöschten Namen zurückholen
  2. 1. Yonah ist zurück, doch eine Gefährtin braucht weiterhin Hilfe
  3. 2. C: eine Gefährtin töten, um ihr Leiden zu beenden
  4. 3. D: ein Opfer, an das sich die Überlebende nicht erinnern kann
  5. 4. Drei Jahre später: Kainé folgt einem namenlosen Verlust
  6. 5. Die Verwalter der Erinnerung und Kopien ihrer selbst
  7. 6. Sich dafür entscheiden, die gelöschte Existenz zurückzuholen
  8. 7. Die Rückkehr eines Menschen und die Zukunft der Menschheit
  9. Quellen und Hinweise zu den Fassungen

Die Entscheidung für Kainé und Ende E: einen gelöschten Namen zurückholen

Spoilerhinweis: Dieser Teil behandelt die Enden C und D von Replicant sowie das 2021 ergänzte Ende E. C und D sind alternative Ergebnisse derselben Entscheidung; E spielt nach D. Voraussetzungen im Spielverlauf werden erläutert, soweit sie zum Verständnis der Erzählung beitragen.

Mit KI erstellte symbolische Illustration von Kainé und Emil auf einer verfallenen Treppe. Kein offizielles Spielbild und keine Nachbildung einer bestimmten Szene.
Mit KI erstellte symbolische Illustration von Kainé und Emil auf einer verfallenen Treppe. Kein offizielles Spielbild und keine Nachbildung einer bestimmten Szene.

1. Yonah ist zurück, doch eine Gefährtin braucht weiterhin Hilfe

Yonah ist zurück, doch eine Gefährtin braucht weiterhin Hilfe — Mit KI erstellte interpretierende Illustration anhand von Szenen- und Figurenreferenzen; kein offizielles Spielbild.
Yonah ist zurück, doch eine Gefährtin braucht weiterhin Hilfe — Mit KI erstellte interpretierende Illustration anhand von Szenen- und Figurenreferenzen; kein offizielles Spielbild.

Der Sieg über den Schattenfürsten bringt dem Protagonisten das Wiedersehen mit Yonah, das er sich fünf Jahre lang gewünscht hat. Für Kainé, die an seiner Seite gereist ist, bleibt jedoch ein Problem ungelöst. Der Schatten Tyrann bewohnt ihren Körper. Der Tod des Schattenfürsten beendet dieses Verhältnis nicht automatisch. Gerade als die Gruppe Yonah nach Hause bringen könnte, droht ihr der Verlust eines weiteren Menschen.

Auf den Wegen zu C und D tritt nach dem Kampf gegen den Schattenfürsten die Gefahr in den Vordergrund, dass Kainé von der Macht des Schattens verschlungen wird. Der Protagonist muss gegen die Gefährtin kämpfen, mit der er bisher gemeinsam gekämpft hat. Als Junge unterstützte er sie gegen einen riesigen Gegner; fünf Jahre später befreite er sie zusammen mit Emil aus der Versteinerung. Nun wird ihr eigener Körper erneut zum Ort der Bedrohung. Er kann sie nicht zurücklassen und darauf hoffen, dass sie durch bloßes Abwarten wieder zu sich kommt.

Nach diesem Kampf spricht Tyrann zum Protagonisten. Der Schatten, der die ganze Zeit Kainés Körper geteilt hat, stellt ihn nun vor die Wahl, was mit ihr geschehen soll. Der besiegte Gegner bedeutet noch kein Ende, an dem alle Gefährten sicher sind. Nachdem er seine Schwester gerettet hat, muss der Protagonist entscheiden, was er für seine Gefährtin aufzugeben bereit ist. Die beiden daraus entstehenden Ergebnisse sind C und D.

Diese Verzweigung folgt auf die Ereignisse seiner Erwachsenenzeit und die Reise zum Schloss des Schattenfürsten. Am Ende entscheidet er vor derselben Gefährtin unterschiedlich. Im Spiel müssen Waffen gesammelt werden, um diese Verzweigung zu erreichen. Nachdem er den Schattenfürsten erneut besiegt hat, bricht Kainé beim Aufbruch zusammen, weil sie die Veränderungen ihres Körpers nicht mehr bewältigt. Die verborgene Krise wird sichtbar. Nach ihrer Überwältigung bleiben zwei Wege, die sich nicht allein durch einen gewonnenen Kampf lösen lassen. Es sind alternative Ergebnisse, keine zwei aufeinanderfolgenden Handlungen in einer Welt, die das erste Ergebnis unverändert beibehält.

2. C: eine Gefährtin töten, um ihr Leiden zu beenden

C: eine Gefährtin töten, um ihr Leiden zu beenden — Mit KI erstellte interpretierende Illustration anhand von Szenen- und Figurenreferenzen; kein offizielles Spielbild.
C: eine Gefährtin töten, um ihr Leiden zu beenden — Mit KI erstellte interpretierende Illustration anhand von Szenen- und Figurenreferenzen; kein offizielles Spielbild.

Der erste Weg besteht darin, Kainés Leben zu beenden. Der Protagonist führt ihren Tod selbst herbei, damit sie nicht länger unter der Macht des Schattens leidet. Das Schwert, mit dem er neben ihr Gegner niedergestreckt hat, richtet sich nun gegen sie. Kraft und Kampferfahrung, die er zur Rettung seiner Schwester aufgebaut hat, können nicht alle Menschen am Leben erhalten, die ihm wichtig sind. Aus der Frage, welche Bedrohung beseitigt werden muss, wird die Frage, wie er einen Menschen an seiner Seite gehen lassen soll.

Kainé und der Protagonist küssen sich ein letztes Mal, dann tötet er sie. Sie entkommen nicht der Gefahr, gestehen einander ihre Gefühle und kehren gemeinsam heim. Die Handlung, die ihre Verbindung ausdrückt, fällt mit der Handlung zusammen, die deren Fortsetzung im Leben unmöglich macht. Die Hoffnung, nach der Rettung seiner Familie mit allen Gefährten in den Alltag zurückzukehren, erfüllt sich in diesem Ergebnis nicht.

Der Protagonist lebt nach Kainés Tod weiter. Er muss seine Beziehung zu Yonah und die Erinnerungen an Kainé mit sich tragen. Ihre Begegnung im Adlerhorst, die gemeinsame Reise, ihre Befreiung aus dem Stein und die späteren Kämpfe verschwinden nicht aus der Welt. Ihm bleiben der Schmerz über den Verlust einer Gefährtin und die Entscheidung, die er selbst getroffen hat, um ihr Leiden zu beenden.

Nachdem Kainés Gestalt verschwunden ist, bleibt eine Mondträne an ihrer Stelle zurück. Die Blume, die er ihr nach ihrer Rückkehr aus dem Stein schenkte, wird nun zur Spur eines Abschieds, nach dem sie nicht mehr gemeinsam weitergehen können. Er hebt sie auf. Kainés letzter Dank wird deutlich, und ein Mensch, der sich an sie erinnert, lebt weiter. Sie selbst kann jedoch nicht mehr neben ihm sprechen.

Es wäre zu einfach, C als eine Entscheidung zu deuten, bei der er Kainé aufgibt, weil er sie nicht retten möchte. Die angebotene Möglichkeit soll ihr Leiden beenden. Diese Erlösung ist allerdings etwas anderes als eine gemeinsame Zukunft als Lebende. Das Spiel trennt den Tod der Gefährtin von der Hingabe der eigenen Existenz. Die Zuneigung zu derselben Person kann zu völlig verschiedenen Enden führen, je nachdem, welche Folgen man akzeptiert.

3. D: ein Opfer, an das sich die Überlebende nicht erinnern kann

D: ein Opfer, an das sich die Überlebende nicht erinnern kann — Mit KI erstellte interpretierende Illustration anhand von Szenen- und Figurenreferenzen; kein offizielles Spielbild.
D: ein Opfer, an das sich die Überlebende nicht erinnern kann — Mit KI erstellte interpretierende Illustration anhand von Szenen- und Figurenreferenzen; kein offizielles Spielbild.

Der andere Weg besteht darin, dass der Protagonist seine eigene Existenz hingibt, um Kainé zu retten. Er handelt dabei nicht lediglich eine kleine Verletzung oder den Verlust seiner Magie aus. Er verschwindet aus der gegenwärtigen Welt und aus den Erinnerungen anderer. Selbst von einem gewöhnlichen Opfer unterscheidet sich das: Danach könnte sonst jemand von seinen Taten erzählen und seinen Namen bewahren. Hier gilt jedoch, dass auch die Zurückbleibenden ihn nicht mehr kennen werden.

Zu dieser Entscheidung gehört auch Yonah. Er ist so weit gereist, um seine Schwester zurückzuholen, und hat endlich den Punkt des Wiedersehens erreicht. Verschwindet er nun, verschwindet auch derjenige, der mit ihr heimkehren und ihr gemeinsames Leben fortsetzen sollte. D verlangt weit mehr als die Rückgabe einer Waffe, die nach dem Sieg über den Schattenfürsten übrig ist. Er gibt eigenhändig auch das Leben nach der Wiedervereinigung auf, das gerade noch das Ziel der Reise war.

Auch die Spieler können diese Entscheidung nicht nur von außen als bewegende Geschichte betrachten. Das Spiel lässt ihre Bedeutung bestätigen und löscht anschließend den Namen des Protagonisten und die Spuren des Fortschritts. Dass ein Mensch aus dem Gedächtnis der Welt verschwindet, erleben diejenigen, die ihn gesteuert haben, als Verlust ihrer Speicherstände. Diese Bestätigungen sind keine von der Handlung losgelösten Eingaben in einem Einstellungsmenü. Sie gehören zur Erfahrung, wie viel er tatsächlich hingibt.

Der Protagonist verschwindet, Kainé bleibt. Die Lösung des unmittelbaren Schattenproblems in ihrem Körper stellt jedoch nicht den Plan zur Wiedervereinigung der Menschheit her. Kainés Veränderung und das Scheitern von Projekt Gestalt betreffen unterschiedliche Größenordnungen. Der Schattenfürst ist bereits tot; das um ihn erhaltene System kehrt nicht in seinen alten Zustand zurück. Die Rettung einer Freundin durch die Wahl eines Einzelnen ist nicht mit der Wiederherstellung der Zukunft aller Menschen gleichzusetzen.

Auch Tyrann bleibt nach diesem Handel nicht in Kainés Körper, um sie wieder zu beherrschen. Er verschwindet zusammen mit der Existenz des Protagonisten, und sie muss ihren Körper nicht länger mit einem Schatten teilen. Das Wesen, das ihre Wut und ihr Töten immer wieder angestachelt hat, akzeptiert schließlich eine Wahl, bei der es selbst ebenfalls verschwindet. Ohne Tyrann weiterzuleben bedeutet allerdings nicht, sämtliche von ihm erhaltene Magie zu behalten. Dieser Unterschied prägt auch ihre Kampfbedingungen in E.

Der überlebenden Kainé fehlt etwas Wichtiges. Es ist aber kein Verlust, den sie betrauern könnte, während sie sich deutlich an Namen und Gesicht der verlorenen Person erinnert. Ihr Retter wurde aus dem Gedächtnis gelöscht. Die Leser wissen, was der Protagonist gewählt hat; die zurückgebliebenen Figuren besitzen diese Erklärung nicht. Mit dieser Ungleichheit endet D, und genau an der entstandenen Leerstelle setzt das E der Fassung von 2021 an.

Kurz huscht ein Bild des Protagonisten durch ihre Erinnerung, und eine Mondträne fällt aus ihrem Haar. Kainé weint, ohne den Grund vollständig erklären zu können. Die Genesung ihres Körpers bedeutet nicht, dass die Leere in ihrem Herzen gefüllt ist. Selbst wenn der Name vergessen wurde, sind die Gefühle, die sie mit ihm verbanden, nicht völlig spurlos eingeebnet. Die Szene lässt offen, was auf das Verschwinden des Protagonisten folgen kann.

4. Drei Jahre später: Kainé folgt einem namenlosen Verlust

Drei Jahre später: Kainé folgt einem namenlosen Verlust — Mit KI erstellte interpretierende Illustration anhand von Szenen- und Figurenreferenzen; kein offizielles Spielbild.
Drei Jahre später: Kainé folgt einem namenlosen Verlust — Mit KI erstellte interpretierende Illustration anhand von Szenen- und Figurenreferenzen; kein offizielles Spielbild.

Um E zu erreichen, beginnt man nach D ein neues Spiel mit einem neuen Namen. Der Name des gelöschten Protagonisten kann zunächst nicht erneut verwendet werden. Die frühe Reise seiner Jugend scheint von vorn zu beginnen. Nach dem zweiten Kampf gegen Hook im Adlerhorst verändert die Annäherung an Kainé jedoch den Verlauf. Statt den Jungen erneut auf demselben Weg zum Schloss zu begleiten, wechselt die Erzählung in Kainés Zeit, drei Jahre nach D.

In Träumen und im Alltag trägt Kainé das Gefühl mit sich, etwas Wichtiges vergessen zu haben. Sie beginnt nicht mit einer genauen Erklärung ihrer Beziehung zum Protagonisten und führt daraufhin einen Wiederherstellungsplan aus. Auch eine gewöhnliche Suche, bei der sie andere Bewohner nach dem Namen des Vergessenen fragt, ist unmöglich. Die Abwesenheit eines Menschen bleibt, doch Aufzeichnungen und Erinnerungen, die seine frühere Existenz belegen würden, sind nicht leicht zugänglich.

Seltsame Ereignisse im Wald und die Bewegungen von Maschinen führen Kainé zum Märchenwald. Der Ort, an dem der Protagonist und seine Gefährten einst Erinnerungen lasen und ein Schlüsselfragment erhielten, erscheint nun als Weg zu einer gelöschten Existenz wieder. Kainé begegnet nicht bloß einem neuen Schatten im Wald, den sie töten und danach heimkehren könnte. Dort besteht ein System, das die Erinnerungen der Replicants und die Aufzeichnungen der Welt verwaltet.

Kainé dringt hinein und kämpft. Früher standen Kämpfe im Mittelpunkt, bei denen der Protagonist voranging und Grimoire Weiss und Emil ihn begleiteten. Jetzt bilden ihre eigenen Handlungen das Zentrum der Erzählung. Anders als damals, als jemand unter das Anwesen hinabstieg, um ihren Zustand zu lösen, ist sie nun diejenige, die etwas Verlorenem entgegen ins Innere geht. Auch ohne Erinnerung an die Taten ihres früheren Gefährten hört sie nicht auf, den Platz zu suchen, den er hinterlassen hat.

5. Die Verwalter der Erinnerung und Kopien ihrer selbst

Die Verwalter der Erinnerung und Kopien ihrer selbst — Mit KI erstellte interpretierende Illustration anhand von Szenen- und Figurenreferenzen; kein offizielles Spielbild.
Die Verwalter der Erinnerung und Kopien ihrer selbst — Mit KI erstellte interpretierende Illustration anhand von Szenen- und Figurenreferenzen; kein offizielles Spielbild.

Der Raum im Wald bleibt keine reine Naturlandschaft. Ein gewaltiger Baum verbindet sich mit Strukturen zur Verarbeitung von Aufzeichnungen. Die Verwalter dieses Systems erscheinen als Junge und Mädchen. Es sind keine gewöhnlichen verirrten Kinder, sondern Wesen, die die Aufzeichnungen und Wiederholungen dieser Welt beobachtet haben. Unter dem Wald liegt ein Informationsraum, der Replicants und die Welt weit über die Erinnerung einzelner Menschen hinaus verwaltet.

Die Verwalter behindern Kainé und scheinen sie zu prüfen. Dabei muss sie auch Gegner bekämpfen, die ihr selbst ähneln. Dieselbe wiederkehrende Gestalt macht deutlich, dass ähnliche Körper nicht mit denselben gelebten Erfahrungen gleichzusetzen sind. Das Leben, das sie hierhergeführt hat, lässt sich nicht ersetzen, indem man nur ihr Äußeres kopiert. Sie dringt aus eigenem Willen vor und durchbricht die vor ihr erschaffenen Hindernisse.

Dabei durchbricht sie nicht jede Wand mühelos allein. Als die herandrängenden Gegner und die gewaltigen Strukturen sie zu überwältigen drohen, erscheint Emil und hilft ihr. Der Gefährte, dessen Überleben nach der Schlossexplosion in B gezeigt wurde, tritt mit einem neuen Körper wieder in ihre Beziehung ein. Auch wenn er sie nicht einfach mit dem erinnerten Namen des Protagonisten führen kann, kann er sich weiterhin dafür entscheiden, Kainé zu helfen.

Emils neuer Körper besitzt vier Arme. Er bekämpft die Gegner in Kainés Gestalt und hilft dabei, die Barriere vor ihr zu zerbrechen. Nach der Rettung seiner Gefährtin zieht er sich nicht an einen sicheren Ort zurück, um sich auszuruhen. Er sichert weiter den Rücken und ermöglicht ihren Weg ins Innere. Die Verbindung zu dem Jungen, der Kainé versteinerte und später unter dem Anwesen seinen Körper veränderte, um sie zurückzuholen, setzt sich nun vor dem Tor zum Erinnerungsraum fort.

Mit Emils Hilfe geht Kainé zur tiefer gelegenen Tür. Seine Unterstützung knüpft daran an, dass sie ihn in der Jugendzeit des Protagonisten um ihre Versteinerung bat und er später seinen Körper verwandelte, um sie aus dem Stein zu befreien. Kainé bleibt nicht bloß jemand, den andere retten und der danach aus der Geschichte tritt. Diesmal nutzt sie die erhaltene Hilfe zum Voranschreiten und begegnet der Lücke, die ein anderer durch seine Auslöschung hinterlassen hat.

6. Sich dafür entscheiden, die gelöschte Existenz zurückzuholen

Sich dafür entscheiden, die gelöschte Existenz zurückzuholen — Mit KI erstellte interpretierende Illustration anhand von Szenen- und Figurenreferenzen; kein offizielles Spielbild.
Sich dafür entscheiden, die gelöschte Existenz zurückzuholen — Mit KI erstellte interpretierende Illustration anhand von Szenen- und Figurenreferenzen; kein offizielles Spielbild.

Weiter innen folgen Kämpfe, die Erinnerungen an Gegner der früheren Reise nachbilden, darunter Kalil und Gretel. Während Kainé Kerne zerstört und vordringt, konfrontieren die Verwalter sie mit den Folgen des Todes des Original-Gestalts und treiben sie in noch tiefer verborgene Erinnerungen. Der letzte Gegner, der erneut erscheint, ist Hook. Die Erinnerung an das Wesen, das ihre Großmutter tötete und ihren Körper zerstörte, versperrt ihr als tiefste, durch Rache nicht gelöschte Wunde den Weg.

In diesem Kampf wird Kainé zunächst überwältigt. Ohne die Hilfe ihrer Gefährten und ohne Tyranns Magie ist der alte Gegner nicht leicht zu besiegen. Dann hält die Stimme von Grimoire Weiss den Grund fest, aus dem sie gekommen ist. Im Erinnerungsraum kann sie wieder mit seiner Macht kämpfen. Sie tritt Hook erneut entgegen und besiegt ihn. Weiss kehrt nicht mit vollständigem Körper auf einer wirklichen Straße zurück, damit alle zu einer neuen Reise aufbrechen. Die Aufzeichnung eines früheren Kampfgefährten wird jedoch für die heutige Kainé zur Kraft.

Statt das vom Verwaltungssystem festgelegte Ergebnis anzunehmen, verlangt Kainé das Verschwundene zurück. In D gab der Protagonist seine Existenz hin, damit sie leben konnte. In E handelt die Überlebende, weil sie diesen Preis nicht als endgültigen Schluss akzeptiert. Sie will nicht nur auf ewig daran erinnern, dass jemand ihretwegen verschwand, sondern dieser Person selbst wieder begegnen.

Das Spiel lässt den gelöschten Namen des Protagonisten erneut eingeben. Der anfangs unbenutzbare Name wird im letzten Schritt der Rückgewinnung notwendig. Hier ist er mehr als eine Zeichenfolge auf dem Bildschirm. Das Herbeirufen des Menschen, den die Spieler begleitet haben, überschneidet sich mit Kainés Handeln. Die Erfahrung des verlorenen Speicherstands in D verbindet sich in E mit der Möglichkeit, diesen Namen und die Spuren des Fortschritts zurückzuerhalten.

Das System der Verwalter kann Kainés Handeln letztlich nicht in sein vorgesehenes Ergebnis einschließen. Nach den Kämpfen im riesigen Baum und seinem Informationsraum kehrt der Protagonist zurück. Er erscheint nicht mit dem seit dem letzten Kampf weiter gealterten Körper des Erwachsenen, sondern als Junge aus der Zeit seiner ersten Begegnung mit Kainé. Daraus sollte man nicht vorschnell machen, er sei ein völlig neuer Mensch, der nie etwas erlebt habe. Dieses Ende hat die ganze Zeit die Rückgewinnung einer gelöschten Existenz behandelt.

Wo eine riesige Mondträne blüht, umarmt Kainé den zurückgekehrten Protagonisten. Zu den Anlässen seiner ersten Reise gehörte Yonahs Suche nach einer Mondträne, weil sie ihrem Bruder helfen wollte. Nun rahmt das Bild dieser Blume die letzte Szene des Wiedersehens mit einem verschwundenen Menschen. Seine Geschichte des Verschwindens für Kainé und ihre Geschichte seiner Rückholung treffen hier zusammen. Emils Hilfe und Weiss' Stimme bleiben ebenfalls Teil dieses Weges zur Wiederherstellung.

7. Die Rückkehr eines Menschen und die Zukunft der Menschheit

Die Rückkehr eines Menschen und die Zukunft der Menschheit — Mit KI erstellte interpretierende Illustration anhand von Szenen- und Figurenreferenzen; kein offizielles Spielbild.
Die Rückkehr eines Menschen und die Zukunft der Menschheit — Mit KI erstellte interpretierende Illustration anhand von Szenen- und Figurenreferenzen; kein offizielles Spielbild.

E zeigt mehr von Kainés Leben nach D. Es ist aber keine Zeitlinie, in der dieselben Figuren sie in C töten und anschließend D und E nacheinander ausführen. C ist das Ergebnis einer anderen Wahl. Die Leere und die Suche in E entstehen, weil der Protagonist in D verschwand. Die Reihenfolge, in der Spieler verschiedene Enden sehen, muss von der Zeit unterschieden werden, die Figuren in einer einzelnen Welt tatsächlich durchleben.

Dieses Ende belebt auch den Schattenfürsten nicht wieder und stellt seine Rolle als Original-Gestalt nicht her. Die Rückkehr eines einzelnen Replicant-Protagonisten setzt nicht den gesamten Plan zur Wiedervereinigung von Seelen und Körpern in seinen früheren Zustand zurück. Ebenso wenig darf man Yonah, Kainé und ihm ein unbestätigtes langes Glück oder einen neuen Krieg zuschreiben und dies als feststehendes Spielende ausgeben. Die Beziehung, die die letzte Szene wiederherstellt, und die Folgen für die ganze Welt haben unterschiedliche Reichweiten.

Die Hauptenden des Spiels von 2010 reichten von A bis D. Die Geschichte, die dem späteren E entspricht, erschien zunächst als Nachgeschichte in Grimoire NieR. Die Fassung von 2021 erweiterte sie zu einem spielbaren Ende. Die Einzelheiten beider Medien dürfen nicht vollständig zu identischen Szenen vermischt werden. Hier wurde der Spielversion von 2021 gefolgt, in der Kainé gegen das Verwaltungssystem im Wald kämpft und den Protagonisten zurückholt.

Beim Übergang von Replicant zu Automata begegnet uns das Verschwinden der Menschen nun nicht nur als Hintergrundsatz. Davor lagen die Reise zur Rettung von Geschwistern, eine Entscheidung, die den eigenen Namen löschte, und die Bemühungen einer zurückgebliebenen Gefährtin, den fehlenden Menschen wiederzufinden. Auch Emil wird mit der Erinnerung an die Gefährten dieser Zeit einen weit längeren Zeitraum durchqueren. Damit können wir unterscheiden, welche Beziehungen die vertrauten Gesichter und Namen der nächsten Welt erben und welche zu anderen Individuen gehören.

Quellen und Hinweise zu den Fassungen

C und D zweigen von derselben letzten Wahl ab. Für D muss nicht zwingend zuerst C gesehen werden. E setzt in der Fassung von 2021 die Geschichte nach D fort. Dieser mit KI-Unterstützung verfasste Storykommentar der TroubleMaker-Redaktion erklärt Ereignisse und Entscheidungen, ohne Originaldialoge oder Liedtexte wiederzugeben. Geprüft: 18. Oktober 2026, Bangkok.

NieR Replicant ver.1.22474487139... — Steam

NieR Replicant Endings Guide — RPG Site

NieR Endings — NieR Wiki

Kainé — NieR Wiki

The Lost World — NieR Wiki

Administrators — NieR Wiki

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