Empfohlene Spielgeschichte · Warcraft Teil 38
Kapitel dieser Geschichte
- Der Schrecken der Gezeiten — Die aus dem Meer zurückgekehrte Vergangenheit und der Schwur des Verfolgers
- Inhaltsverzeichnis dieser Ausgabe
- Kapitel 1 · Der Verbannte nach dem Sieg
- Kapitel 2 · Der Pfad der Wächterin
- Kapitel 3 · Die brennenden Segel von Nendis
- Kapitel 4 · Das über dem Meer wieder freigelegte Grabmal
- Kapitel 5 · Guldans letzter Weg an den Wänden
- Kapitel 6 · Das Auge des Sargeras und das einstürzende Tor
- Kapitel 7 · Die Botschaft der Überlebenden
- Kapitel 8 · Vom Mondlichtwald zum Meer
- Index von Personen, Artefakten und Orten
- Weiterführende Lektüre
- Offizielle Spielanleitung
- Offizielle Materialien und Prüfungsumfang
Der Schrecken der Gezeiten — Die aus dem Meer zurückgekehrte Vergangenheit und der Schwur des Verfolgers
Spoiler-Hinweis: Behandelt die erste Hälfte der Nachtelfen-Kampagne von Warcraft III: The Frozen Throne. Dies umfasst das Erscheinen von Illidan und den Naga, Maievs Verfolgung durch Wälder und Häfen, die Verheerten Inseln und das Grabmal des Sargeras, den Einsturz mit dem Verlust von Naisha, die Entsendung eines Boten und die Verstärkung aus dem Mondlichtung. Die lange Erzählung wurde ungekürzt in zwei Teile gegliedert. Kapitel 1–8 dieses 38. Teils führen zu den Kapiteln 9–16 in Teil 39. Dies ist ein auf offiziellen Ereignissen basierender, erzählerischer Kommentar und keine Übersetzung eines offiziellen Romans. Neue Dialoge oder unbestätigte innere Monologe werden nicht als offizielle Fakten dargestellt.
Inhaltsverzeichnis dieser Ausgabe
Kapitel 1: Der Verbannte nach dem Sieg · Kapitel 2: Der Pfad der Wächterin · Kapitel 3: Die brennenden Segel von Nennis · Kapitel 4: Das über dem Meer wieder freigelegte Grabmal · Kapitel 5: Guldans letzter Pfad an den Wänden · Kapitel 6: Das Auge des Sargeras und das einstürzende Tor · Kapitel 7: Der Bote der Überlebenden · Kapitel 8: Von der Mondlichtung zum Meer · Index der Personen, Artefakte und Orte · Weiterführende Lektüre · Offizieller Spieleleitfaden.
Kapitel 1 · Der Verbannte nach dem Sieg
Der Sieg am Hyjal brachte nicht jedem den gleichen Sonnenaufgang. Diejenigen, die die Legion unter dem Nordrassil aufgehalten hatten, blickten auf die zerstörten Verteidigungslinien zurück und akzeptierten die Welt, die überlebt hatte. Doch bevor dieser Sieg errungen wurde, war Illidan Sturmgrimm bereits aus dem Wald verbannt worden. Nachdem er den Schädel von Gul’dan absorbiert und Tichondrius besiegt hatte, waren an seinem Körper dämonische Hörner und Flügel gewachsen. Zwischen dem Ergebnis des Kampfes und der Art und Weise, wie er diese Macht erlangt hatte, konnten die Brüder keine Versöhnung finden. In dem Wald, den Malfurion zu schützen versuchte, gab es keinen Platz für das neue Erscheinungsbild und die gefährlichen Entscheidungen seines Bruders.

Die erste Szene von The Frozen Throne beginnt nicht mit dem Jubel des Krieges, sondern mit Illidan, der dem Meer gegenübersteht. Er wählte nicht den Weg, zu jenen zurückzukehren, die ihn verstoßen hatten, um sich zu erklären. Unter den Wellen lag die Geschichte eines Volkes verborgen, das die Nachtelfen längst vergessen hatten. Die Naga, Nachfahren der Hochgeborenen, die während des Krieges der Ahnen und der Großen Zerschlagung im Meer versunken waren, folgten seinem Ruf. Die Gestalten, die die Wasseroberfläche durchbrachen, besaßen sowohl das Gesicht eines Elfen als auch den Körper einer Schlange. Die Vergangenheit, die die Wälder von Kalimdor nicht vergessen hatten, kehrte nun in einer Form zurück, die sich von den Wäldern unterschied.
Unter ihren Anführern befand sich Fürstin Vashj. Wenn man die Naga lediglich als dämonische Soldaten betrachtet, die Illidan spontan erschaffen hat, verliert diese Begegnung ihre Bedeutung. Sie waren einst Teil der Nachtelfenzivilisation und eine Macht mit eigenen Erinnerungen und Zielen. Die Zusammenarbeit zwischen Vashj und Illidan war mit vergangenen Verbindungen verknüpft. Dennoch lässt sich allein aus der Einleitung dieser Kampagne nicht jede geheime Loyalität oder jeder später enthüllte Plan der Naga festlegen. Hier wird lediglich bestätigt, dass Illidan die Macht unter dem Meer rief, um neue Handlungen einzuleiten, und dass Vashjs Naga ihm dabei halfen.
Illidans nächstes Ziel war durch den Befehl von Kil’jaeden vorgegeben. Es war die Mission, den Lichkönig zu eliminieren, der sich der Kontrolle der Legion entziehen wollte. Dieser Hintergrund wird in offiziellen Handbüchern und späteren offiziellen Rückblicken deutlich. Doch diejenigen, die ihn im Wald zu verfolgen begannen, waren keine allwissenden Beobachter, die diesen Befehl von Anfang an kannten. Was sie sahen, waren ein befreiter Gefangener, ein veränderter Körper, zerstörte Dörfer und auftauchende Naga. Der Leser kann den Hintergrund der Mission kennen und verfolgen, aber man darf den Verfolgern keine Informationen in ihre Urteilsbildung legen, die sie zu diesem Zeitpunkt nicht besaßen. Diese Diskrepanz der Informationen führt zu den späteren Konflikten.
Kapitel 2 · Der Pfad der Wächterin
Maiev Schattensang war die Anführerin der Wächterinnen, die Illidan bewacht hatten. Für sie war das zehntausendjährige Gefängnis kein Kapitel aus einem Geschichtsbuch. Es war ein Ort, an dem eine Pflicht über sehr lange Zeit hinweg bestand. Selbst nach dem Ende des Krieges der Ahnen endete Illidans Wirken nicht, und ihn einzusperren war die Art und Weise, wie die Gemeinschaft eine gefährliche Macht kontrollierte. Als Tyrande das Gefängnis öffnete, um gegen die Legion zu kämpfen, zerstörte diese Entscheidung die Ordnung, die auf der anderen Seite gewahrt wurde. Die Befreiungsszene aus Teil 37 führt nun zur Geschichte derjenigen, die diese Befreiung nicht akzeptieren konnte.

Was Maiev als Erstes bestätigte, waren die Spuren, die im Wald zurückgeblieben waren. Die Späher folgten der Richtung, in die Illidan gezogen war, und meldeten, neue Fährten entdeckt zu haben. Doch die Erfahrung, den Gefangenen lange Zeit bewacht zu haben, galt nicht eins zu eins für den jetzigen Illidan. Er kämpfte nicht mehr mit dem Körper, den er im Gefängnis hatte. Maiev warnte ihre Untergebenen davor, sich ihm allein entgegenzustellen. Naisha stellte in Frage, ob sie dem veränderten Illidan überhaupt gewachsen sein würden. Diese Verfolgung war keine kurze Patrouille, um einen bekannten Flüchtling zurückzuholen, sondern eine Expedition, die einer Macht nachjagte, deren Ausmaß noch unbekannt war.
Auf diesem Weg gab es zerstörte Dörfer und Bewohner des verseuchten Waldes. Nur weil die Legion am Hyjal besiegt wurde, bedeutete das nicht, dass alle Wunden, die in Kalimdor zurückgeblieben waren, von selbst heilten. Die Verderbnis der Furbolgs und die Bedrohung durch die Satyrn mischten sich in die Reise durch den Wald. Der Schaden, den Maiev vorfand, machte ihre Mission noch dringlicher. Dies ändert jedoch nicht die Einstellung, dass das Urteil, eine bestimmte Person nicht sofort retten zu können, nicht bedeutet, dass das gesamte Volk für immer verloren ist. Auf dem Schlachtfeld sind Krisen, die man jetzt nicht lösen kann, etwas anderes als das dauerhafte Schicksal der Welt.
Die Entscheidungen der Verfolgungstruppe offenbaren auch kleine Geschichten am Wegesrand. Optionale Missionen, wie das Finden gefangener Späher oder das Helfen bedrohter Waldkreaturen, verlangsamen das Tempo der Hauptgeschichte kurzzeitig. In diesen Momenten sieht der Leser, dass Maievs Trupp nicht nur eine Gefangenentransportgruppe ist, sondern eine kleine Armee, die durch die Trümmer des Krieges zieht. Es ist nicht notwendig, einen bestimmten Pfad oder eine Belohnung als die einzig wahre Geschichte festzulegen. Doch der Hintergrund, den diese Nebenwege zeigen, ist wichtig. Während sie Illidan jagten, waren im Wald noch andere Leben in Gefahr.
Kapitel 3 · Die brennenden Segel von Nendis
Am Ende des Waldes lag der Hafen von Nendis. Das Meer war für Illidan ein Weg, doch für diejenigen, die ihn verfolgten, konnte es zur Barriere werden. Die Naga wussten um diesen Unterschied. Wenn man die Schiffe am Kai verbrannte, verschwand der Flüchtling über den Wellen, und der Verfolger blieb an Ort und Stelle gefesselt. Maievs Ziel war es nicht nur, alle Feinde vor ihr zu besiegen. Sie musste die Schiffe schützen, die noch nicht von den Flammen verschlungen worden waren. Ob ein Segel übrig blieb oder verschwand, entschied über das nächste Kapitel der Mission, die im Wald begonnen hatte.

Der Kampf im Hafen ist auch die Szene, in der die Naga zum ersten Mal ausführlich in Erscheinung treten. Die Krieger, die sich mit ihren langen Schwänzen zwischen Boden und Wasser bewegten, agierten nicht wie die Infanterie des Waldes. Man konnte den Feind, der aufs Meer floh, nicht nur vom Land aus verfolgen. Maievs Wächterinnen sicherten den Kai und bewahrten die Mittel, um das Meer zu überqueren. Die Anzahl der Überlebenden Schiffe, die das Spiel fordert, ist eine Missionsbedingung. Man sollte dies nicht als die exakte Flottengröße der gesamten Welt lesen. Die Tatsache, die für die Geschichte wichtig ist, ist, dass die Verfolgungstruppe die Schiffe für die Ausfahrt sichern konnte.
Die Segel, die hinter dem schwarzen Rauch übrig blieben, waren sowohl ein Banner der Hoffnung als auch ein Zeichen für neue Gefahren. Maiev verfolgte die Spuren aus dem Wald nun als Spuren auf dem Meer. Ihre Pflicht endete nicht an der Grenze des Festlandes. Doch nur weil sie Schiffe gerettet hatte, wurden die Inseln und Artefakte vor ihr nicht weniger gefährlich. Nun musste die Verfolgungstruppe an einen Ort vordringen, an dem die Erinnerungen an die antike Zivilisation und die Dämonen verschmolzen, um herauszufinden, wonach Illidan suchte.
Kapitel 4 · Das über dem Meer wieder freigelegte Grabmal
Auf den Verheerten Inseln blieben Spuren einer untergegangenen Zivilisation zurück. Tempel des Waldes, Ruinen unter dem Meer, alte Steine und die Aura verdrehter Magie überlagerten sich an einem Ort. Im Zentrum befand sich das Grabmal des Sargeras. Wenn man den Namen hört, könnte man meinen, der unversehrte Leichnam des Titanen, der die Welt zerstörte, läge dort, doch diese Interpretation ist nicht korrekt. Es ist der Ort, an dem der Avatar des Sargeras, den Aegwynn besiegt hatte, im antiken Tempel der Elune versiegelt wurde. Man muss zwischen dem Avatar und dem kosmischen Wesen selbst unterscheiden, damit die Geschichte der früheren Wächter und diese Expedition korrekt miteinander verbunden werden können.

Die Gier von Gul’dan, der diesen Ort aus dem Meer hob, veränderte den Verlauf des Zweiten Krieges. Er ließ den Krieg der Horde hinter sich und suchte die Macht des Grabmals, eine Entscheidung, die zu Verrat und Untergang führte. Drak’thul, den Maiev auf der Insel treffen kann, ist ein Überlebender, der von diesem Elend berichtet. Seine Geschichte zeigt, dass Gul’dans Expedition keine siegreiche Entdeckungsreise war. Optionale Missionen, die sich mit den Spuren toter Gefährten und dem Fluch befassen, der sie quält, lassen einen diese Vergangenheit näher betrachten. Dies macht nicht jeden Leser zu einem Historiker, der die Mission auf die gleiche Weise abgeschlossen hat.
Illidan betrat den Eingang des Grabmals, und die Naga versperrten den Weg dahinter. Das Tor, das Maiev öffnen musste, war nicht nur ein steinernes Portal. Darin waren die antiken Siegel, Gul’dans Scheitern und die Erinnerungen, die Illidan aus dem Schädel von Gul’dan gewonnen hatte, vereint. Das Wissen des Hexenmeisters, der in einer Ära starb, führte den Dämonenjäger einer anderen Ära an diesen Ort. Auch wenn Personen sterben, können die Macht, die sie hinterlassen, und ihre falschen Entscheidungen zu Werkzeugen des nächsten Krieges werden.
Kapitel 5 · Guldans letzter Weg an den Wänden
In den Tiefen des Grabmals überlebten die Schriften länger als die Stimmen. Maiev las entlang der Runen an den Wänden den Weg, den Gul’dan hinabgestiegen war. Das Spiel fügt zwischen der aktuellen Erkundung Szenen der Vergangenheit ein, sodass der lebende Verfolger und der bereits untergegangene Hexenmeister sich im selben Gang begegnen. Gul’dans Untergebene fürchteten die Dunkelheit. Doch ihr Meister erlaubte keinen Rückzug und glaubte, dass die Macht in der Tiefe ihm gehören würde. Diese Gewissheit konnte seine Soldaten nicht schützen.

Die Dämonen in den Gängen hießen die Eindringlinge willkommen. Nicht mit dem Gehorsam, den Gul’dan erwartet hatte, sondern mit Angriffen. Er drängte seine Untergebenen voran, doch am Ende blieb er allein. Die letzte Spur, die er im Stein hinterließ, war nicht die Deklaration eines Herrschers, der Macht ergriffen hatte, sondern die Aufzeichnung eines Gejagten, der vor einer Bedrohung floh, der er selbst nicht gewachsen war. Dieses Ereignis bedeutet nicht, dass Gul’dan die Macht des Grabmals erlangte und sicher zurückkehrte. Sein Tod, der bereits in früheren Kriegen bestätigt wurde, offenbart sich hier erneut durch die Spuren, die er hinterließ.
Für Maiev, die diesen grausamen Weg las, wurde die Vergangenheit zur Warnung für die Gegenwart. Doch Illidan öffnete andere Türen. Er hatte durch den Schädel die Erinnerungen von Gul’dan geerbt und wusste mit diesem Wissen um den Ort seines Ziels. Auch wenn sie dieselben Ruinen suchten, waren die Ausgangspunkte verschieden. Maiev suchte einen Flüchtling, und Illidan suchte die Macht, um seine Mission zu erfüllen. Wegen dieses Unterschieds griff der Gejagte bereits nach der nächsten Gefahr, während die Wächterin die Tragödie der Vergangenheit entschlüsselte.
Nicht alle Artefakte, die man im Grabmal finden kann, sind dieselben Gegenstände. Das Sammeln der Schattenkugelsplitter in optionalen Missionen ist von dem Ereignis der Hauptgeschichte zu unterscheiden, bei dem das Auge des Sargeras erlangt wird. Wenn man beide Gegenstände zu einem verschmilzt oder glaubt, dass auch der Schädel von Gul’dan derselbe Edelstein sei, bricht die Verbindung der Erzählung zusammen. Der Schädel ist mit Illidans Verwandlung und der Übertragung von Erinnerungen verbunden, das Auge mit einem gewaltigen Zerstörungszauber. Die Kugelsplitter sind separate Artefakte, die während des Spiels erkundet werden können.
Kapitel 6 · Das Auge des Sargeras und das einstürzende Tor
In der tiefen Kammer offenbarte sich eine antike Verbindung. Die Spuren von Azshara in der Gestalt der Naga verbanden die ehemaligen Hochgeborenen mit dem Volk unter dem Meer. Vashj enthüllte, dass sie und die Naga einst Hochgeborene des Landes waren, und drückte den Willen aus, aus der Dunkelheit der langen Jahre zu entkommen und an die Oberfläche zurückzukehren. Dennoch sollte man die Erklärung von Vashj in dieser Szene nicht als die einzige Ursache für alle zukünftigen Handlungen aller Naga interpretieren. In der späteren Geschichte gibt es Beziehungen und Pläne, die separat zu prüfen sind. Hier ist der Moment wichtig, in dem eine lange versunkene Macht wieder in den Krieg des Landes eintritt.

In Illidans Hand befand sich das Auge des Sargeras. Anders als der intensive Name vermuten lässt, muss man es nicht als einen gewöhnlichen Augapfel zeichnen, der gerade erst einem Titanen entnommen wurde. Die tatsächliche Spielszene zeigt es in Form eines leuchtenden magischen Artefakts. Er fand diese Macht durch Gul’dans Erinnerungen und besaß nun das Werkzeug, um den Feind zu vernichten. Doch anstatt Maiev vor sich zu überzeugen, bewegte er sich darauf zu, die Verfolgung abzubrechen. Die Macht des Artefakts und der Einsturz des Grabmals verschlangen den Rückzugsweg der Wächterinnen.
Naisha und ihre Gefährten blieben in den blockierten Gängen zurück. Für diejenigen, die gemeinsam das Grabmal durchquert hatten, waren die Trümmer kein Umweg, den man einfach zurücklegen konnte. Maiev besaß die Fähigkeit des Blinzelns, um kurze Distanzen zu überwinden, doch sie konnte nicht die gesamte Truppe auf die gleiche Weise retten. Die Fluchtmöglichkeit einer Person war nicht die Rettungsmöglichkeit für alle. In dieser Szene sah sie, wie sich der Weg zum Überleben und der Weg zum Schutz der Gefährten, die mit ihr eingedrungen waren, trennten. Wenn man an dieser Stelle behauptet, alle Wächterinnen seien durch ein magisches Tor gerettet worden, verliert das Gewicht des späteren Grolls seine Bedeutung.
Maiev entkam nach draußen und verlor Naisha. Was sie den verbliebenen Truppen mitteilen musste, war nicht nur die Nachricht, dass sie überlebt hatte. Es war der Bericht, dass Illidan ein gefährliches Artefakt erlangt hatte und dass die Expedition, die es verhindern sollte, vor diesem Artefakt zusammengebrochen war. Zur Mission, das Gefängnis wiederherzustellen, kam nun das Ereignis des Verlusts der Gefährten hinzu. Dennoch werden hier keine unbestätigten letzten Schreie oder Sterbeworte neu erfunden und als offizielle Dialoge präsentiert. Die blockierten Gänge und die allein zurückgekehrte Anführerin vermitteln den Verlust dieser Szene bereits ausreichend.
Kapitel 7 · Die Botschaft der Überlebenden
Außerhalb des Grabmals gab es noch Truppen, die kämpfen mussten. Sie fragten, wo Naisha sei, und Maiev musste die Nachricht von der Gefährtin überbringen, die nicht zurückgekehrt war. Doch der Feind erlaubte keine Zeit zum Trauern. Die Naga setzten ihre Angriffe fort. Die Verfolgungstruppe war zu geschwächt, um Illidan, der das Artefakt besaß, weiter zu jagen, doch sie konnten auch nicht zurückkehren, ohne von der Bedrohung jenseits des Meeres zu wissen. Nun musste jemand Kalimdor erreichen und die Lage erklären.

Maievs Mission teilte sich in zwei Richtungen. Während sie die verbliebenen Stützpunkte verteidigte, musste sie einen Boten zur Küste eskortieren. Selbst wenn sie den Weg durch den Wald kannten, gab es keine Garantie, dass dieser Weg offen war. Hinterhalte der Naga und eingestürzte Gänge behinderten die Bewegung des Boten. Wenn der Bote fiel, könnten auch das Artefakt, das sie identifiziert hatten, und die Opfer der Gefährten auf dem Meer verloren gehen. Was in dieser Phase benötigt wurde, war kein glanzvoller Sieg durch einen erneuten Angriff auf das Grabmal, sondern eine beharrliche Verteidigung, die sicherstellte, dass die Informationen, die einer Person anvertraut wurden, die andere Seite erreichten.
Der Bote bestieg ein Schiff und machte sich auf den Weg zu Malfurion. Dieses kleine Schiff hatte ein anderes Ziel als die Flotte, die Illidan jagte. Anstatt den Feind zu verfolgen, war es ein Schiff, das Hilfe für Verbündete suchte. Maiev musste den Bruder des Gefangenen, den sie so lange bewacht hatte, um Hilfe bitten. Es war ein Moment, in dem die individuelle Pflicht allein nicht ausreichte, um eine größere Gefahr abzuwenden. Dass sie diese Tatsache akzeptierte, bedeutete nicht, dass der Konflikt mit Tyrande verschwand. Unterstützung konnte kommen, aber die Konflikte mit denjenigen, die die Unterstützung sandten, kamen mit ihr über das Meer.
Kapitel 8 · Vom Mondlichtwald zum Meer
Im Mondlichtwald von Kalimdor wurden andere Wunden untersucht. Malfurion betrachtete die Nachricht, dass sich die Wurzeln des Nordrassil erholten, zusammen mit den tiefen Narben, die im Teufelswald zurückgeblieben waren. Der Sieg am Hyjal hatte die Legion aufgehalten, aber den Wald nicht in den Zustand vor dem Krieg zurückversetzt. Im Gespräch mit Tyrande tauchten Gedanken auf, wie man bei der Heilung helfen könnte. Man kann dies nicht auf das Ereignis vorziehen, dass die Drachen bereits alle Wunden geheilt hätten. Auch für diejenigen, die den Krieg beendet hatten, gab es noch Aufgaben.

Der Bote, der zu diesem Zeitpunkt eintraf, lenkte die Aufmerksamkeit der Welt wieder auf Illidan. Das Auge des Sargeras, die Naga und die Bedrohung durch die Verheerten Inseln wuchsen außerhalb des Waldes. Tyrande ignorierte nicht ihre Entscheidung, Illidan befreit zu haben, und diese Gefahr. Sie erklärte, sich selbst auf die Expedition zu begeben, und Malfurion beschloss ebenfalls, mit den Druiden zu gehen. Die Person, die das Tor des Gefängnisses geöffnet hatte, machte sich nun auf, um die Ereignisse außerhalb dieses Tores zu bereinigen. Zwischen den beiden Handlungen gibt es nicht nur Widersprüche. Es gibt auch das Handeln, nach einer Entscheidung in einem dringenden Krieg die Verantwortung für die nachfolgenden Konsequenzen zu übernehmen.
Ihr Aufbruch war die Unterstützung, die Maiev benötigte. Doch die Werte, die jeder zu schützen versuchte, waren nicht dieselben. Maiev musste den Gefangenen zurückholen, Malfurion musste verhindern, dass die Welt in Gefahr geriet, und Tyrande musste sowohl die Gefahr verringern als auch die Macht, die sie selbst gerufen hatte, unter Kontrolle bringen. Nur weil drei Personen das Ziel desselben Schiffes ansteuerten, gab es keine Garantie, dass sie dieselben Urteile fällen würden. Das Überqueren des Meeres war nicht der Beginn einer einfachen Einigung, sondern der Beginn eines Konflikts auf demselben Schlachtfeld zwischen denjenigen, deren Ziele sich überschnitten.
Index von Personen, Artefakten und Orten
Maiev Schattensang: Anführerin der Wächterinnen, die Illidans Gefängnis bewacht haben. Eine Verfolgerin, die Blinzeln und kreisförmige Waffen benutzt und ihre Mission auch nach dem Verlust von Naisha und ihren Untergebenen fortsetzt. Die von Tyrande geführten Wächterinnen und Maievs Wächterorganisation arbeiten in dieser Kampagne zusammen, verschmelzen aber nicht zu derselben Rolle.
Naisha: Eine Untergebene, die Maiev bei der Verfolgung begleitete. Sie kehrt durch den Einsturz des Grabmals nicht zurück. Unbestätigte Dialoge der Todesszene und Ereignisse aus anderen Ären wurden nicht als Fakten dieser Szene dargestellt.
Illidan Sturmgrimm: Ein Verbannter, der nach der Absorption des Schädels von Gul’dan Hörner, Flügel und gespaltene Hufe erhielt. Das Erscheinungsbild in dieser Ausgabe unterscheidet sich von dem vor der Gefängnisbefreiung in Teil 37. Die Mission, den Lichkönig zu eliminieren, der Druck der Legion und der Konflikt mit seinem Bruder wirken gemeinsam auf seine Entscheidungen ein.
Tyrande Wisperwind & Malfurion Sturmgrimm: Hohepriesterin und Erz-Druide der Nachtelfen. Sie trafen unterschiedliche Urteile bezüglich der Freilassung und Verbannung von Illidan, arbeiteten aber im Prozess der Abwehr der Gefahr und der Rettung von Tyrande, die im Fluss zurückgeblieben war, wieder zusammen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Ereignisse um den Weltenbaum und die Erweiterungen, die später folgen würden, noch nicht eingetreten.
Fürstin Vashj & Naga: Eine Macht des Meeres, die mit der Geschichte der antiken Hochgeborenen verbunden ist. Sie helfen bei Illidans Expedition und der Rettung von Tyrande durch den Fluss. Die in den festen Szenen dieser Kampagne bestätigten Ziele wurden von den später enthüllten zusätzlichen Hintergründen unterschieden.
Schädel von Gul’dan & Auge des Sargeras: Unterschiedliche Artefakte. Der Schädel ist mit Illidans Verwandlung und Gul’dans Erinnerungen verbunden, das Auge mit einem Zerstörungszauber, der auf Eiskrone abzielte. Sie werden auch von den Schattenkugeln (Shadow Orb) der optionalen Missionen unterschieden.
Nendis, Verheerte Inseln & Grabmal des Sargeras: Der Hafen, der für die Ausfahrt gesichert wurde, die Inseln, auf denen antike Ruinen zum Vorschein kamen, und der Ort, an dem Aegwynn den Avatar des Sargeras versiegelte. Der Name des Grabmals wird nicht als Tod des gesamten Titanen verstanden.
Weiterführende Lektüre
Der vorangegangene Teil 37 behandelt den Grund für die Befreiung von Illidan, den Schädel von Gul’dan und das Ende, an dem ein gemeinsamer Feind am Hyjal abgewehrt wurde. Teil 28 behandelt das Ereignis, bei dem Gul’dan den Krieg der Horde aufgab und das Grabmal suchte, was mit dem Hintergrund der Inschriften an den Wänden verbunden ist. Teil 33 behandelt die Entscheidung von Arthas und den Zusammenbruch von Lordaeron, Teil 34 und 35 behandeln die Katastrophen, die Quel’Thalas bzw. Dalaran trafen. Unten sind nur die tatsächlichen Adressen der bereits veröffentlichten Teile verlinkt. Im Inhaltsverzeichnis dieser Seite finden Sie den ersten Teil des Werks und die veröffentlichten nächsten Teile.
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Offizielle Spielanleitung
Um die Ereignisse dieser Ausgabe selbst zu spielen, wählen Sie die Nachtelfen-Kampagne von Warcraft III: The Frozen Throne. Unten finden Sie die offizielle Produktseite von Blizzard. In der geprüften Produktanleitung ist vermerkt, dass Warcraft III: Reforged die Kampagnen von Herrschaft des Chaos und The Frozen Throne enthält. Preise nach Region, verfügbare Sprachen und Systemvoraussetzungen finden Sie auf der offiziellen Seite, auf die Sie zugreifen. Dies bedeutet nicht, dass das offizielle Spiel alle 14 Sprachkommentare dieser Serie unterstützt.
Warcraft III — Offizielle Produkt- und The Frozen Throne-Anleitung
Offizielle Materialien und Prüfungsumfang
Prüfdatum: 8. Oktober 2026 (UTC). Basierend auf den in den unten aufgeführten offiziell veröffentlichten Materialien bestätigten Einstellungen und Ereignissen geschrieben. Bei veröffentlichten Proben und Einstellungsbeschreibungen wurde nur der jeweilige Veröffentlichungsumfang geprüft; es wird nicht angegeben, dass das gesamte Buch gelesen wurde. Die Illustrationen sind keine offiziellen Bilder, sondern KI-Rekonstruktionen.
Warcraft III: The Frozen Throne — Feste Szenen der Kampagne Schrecken der Gezeiten
World of Warcraft Offizielles Handbuch — Illidan und der Frostthron
Burning Crusade Classic Offizieller Rückblick — Das Auge des Sargeras und das Wiedersehen der Brüder
Schmiedegeschichten: Nachtelfen — Offizielles Erscheinungsbild von Maiev
Warcraft III — Offizielle Produkt- und The Frozen Throne-Anleitung
Kommentare 1
마이에브가 무덤 안에서 굴단의 과거 기록을 읽는 장면을 현재의 추격과 교차시킨 점이 인상적입니다. 감시자가 굴단의 실패를 목격하며 얻는 경고와 일리단이 굴단의 기억으로 유물을 찾아가는 과정에서, 마이에브가 나이샤를 잃은 이후의 상실감을 게임 내의 특정 대사 외에 어떤 심리적 변화로 해석하셨는지 궁금합니다.