Wichtige Informationen
Sony hat im PlayStation Store eine dynamische Preisgestaltung eingeführt und nutzt A/B-Tests, um personalisierte Spielpreise basierend auf dem individuellen Nutzerverhalten anstatt auf Lagerbeständen anzuzeigen. Diese Praxis, die im März begann, passt Rabatte an, um die Kaufwahrscheinlichkeit zu maximieren, was zu erheblichen Preisunterschieden für dieselben Titel bei verschiedenen Nutzern führt.
Der Algorithmus zielt Berichten zufolge unterschiedlich auf Nutzer ab, basierend auf deren Ausgabegewohnheiten. Weniger aktive Kunden erhalten möglicherweise größere Rabatte, um Erstkäufe zu fördern, während Vielkäufer oft geringere Preisnachlässe sehen, da das System ihre höhere Ausgabebereitschaft erkennt. Sonys offizieller Chatbot bestätigte, dass diese personalisierten Angebote Kontenaktivität, Kaufhistorie und Abonnementstufen berücksichtigen.
Kritiker und Nutzer haben Bedenken hinsichtlich der mangelnden Transparenz geäußert, da diese personalisierten Preise nicht klar als solche gekennzeichnet sind. Während Sony diese als temporäre A/B-Testgruppen bezeichnet, weisen Experten darauf hin, dass die europäische Gesetzgebung eine klare Kommunikation bezüglich algorithmusbasierter personalisierter Preisgestaltung erfordert.
Im Gegensatz zu Microsoft, das gezielte Angebote in einem speziellen Reiter isoliert, bleibt Sonys Umsetzung für Verbraucher weitgehend unsichtbar. Diese Strategie steht im Einklang mit Sonys Ziel, den Umsatz pro Nutzer zu steigern, der von etwa 180 € im Jahr 2018 auf 220 € im Jahr 2025 gestiegen ist. Durch den Wechsel zu einem rein digitalen Ökosystem und die Umgehung von Drittanbietern zielt Sony darauf ab, die Margen zu maximieren – ein Schritt, der derzeit im Vereinigten Königreich und in den Niederlanden rechtlich geprüft wird.


