Wichtige Informationen
Das Street Fighter-Reboot von 2026 ist in den Kinos angelaufen und positioniert sich als direkter Konkurrent zu Mortal Kombat 2. Während der Film seinen Rivalen bei den reinen Actionsequenzen erfolgreich in den Schatten stellt, scheitert er letztendlich an einem Drehbuch, das zu sehr an seinen beiden Protagonisten Ryu und Ken festhält.
Visuell ist die Produktion ein lebendiges Fest der Camp-Ästhetik der 90er Jahre. Kostümbildnerin Kym Barrett sowie das Haar- und Make-up-Team haben die exzentrischen Charakterdesigns der Franchise erfolgreich in Live-Action übersetzt, einschließlich Guiles ikonischer Frisur, ohne dabei die Essenz der Vorlage zu opfern.
Regisseur Kitao Sakurai liefert frenetische, hochwertige Kampfchoreografien, die an John Wick erinnern und Neonbeleuchtung sowie atmosphärischen Nebel nutzen, um das Erlebnis zu verstärken. Trotz dieser technischen Brillanz merkt der Rezensent an, dass der Film unter einem Mangel an Charaktertiefe leidet. Nebenfiguren wie Chun-Li und M. Bison werden zu bloßen Handlungsinstrumenten degradiert und erhalten nicht die Entwicklung, die den Hauptdarstellern zugestanden wird.
Obwohl die Besetzung, darunter Noah Centineo und Andrew Koji, deutliches Engagement zeigt, bleibt der erzählerische Umfang des Films begrenzt. Der Rezensent deutet an, dass das Projekt zwar mit echter Zuneigung für die Franchise geschaffen wurde, aber auf Nummer sicher geht und eine tiefere Erweiterung möglicherweise für zukünftige Fortsetzungen aufhebt, die vom Erfolg an den Kinokassen abhängen.


